Die Lage in Venezuela spitzt sich zu: Einer der Favoriten
auf die Präsidentschaft 2018 ist von der Regierung für lange Zeit
gesperrt worden. Daraufhin spricht Henrique Capriles eine offene Drohung
in Richtung von Präsident Maduro aus.
DPA Redet sich in Rage: Oppositionsführer Henrique Capriles
Der Machtkampf in
Venezuela steuert auf einen neuen Höhepunkt zu: Oppositionsführer
Henrique Capriles darf 15 Jahre lang nicht mehr für öffentliche Ämter
kandidieren. Das sei ihm von der Regierung mitgeteilt worden, sagte
Capriles am Freitag. Vorausgegangen sei eine Entscheidung der
Aufsichtsbehörde der Republik, die die Amtsträger kontrolliert.
„Wer zuletzt lacht, lacht am besten“,
sagte Capriles und kündigte eine Protestwelle auf der Straße an.
„Nicolás Maduro, sieh Dich vor!“, sagte er an die Adresse des
Präsidenten. Capriles ist Gouverneur des Bundesstaats Miranda und galt
bisher als aussichtsreicher Kandidat bei der Wahl 2018. Er werde
Proteste im ganzen Land organisieren, sagte Capriles. „Ich gehe bis ins
letzte Dorf von Venezuela, um der Diktatur von Nicolás Maduro ein Ende
zu setzen.“ Die Lage in dem südamerikanischen Land sei nicht länger
hinnehmbar. „Es geht nicht darum, dass ich für die Kandidatur um
öffentliche Ämter gesperrt wurde. Hier sterben Menschen vor Hunger, sie
sterben in den Krankenhäusern“, sagte der 44-Jährige. „Nur das Volk entscheidet“
Im Jahr 2013 hatte er nach dem Tod von Hugo Chávez mit 48,9 Prozent knapp gegen den Sozialisten Maduro (50,8 Prozent) verloren. Der Grund für den Entzug des passiven Wahlrechts sollen finanzielle Unregelmäßigkeiten in Capriles’ Bundesstaat Miranda sein. Capriles wurden Verbindungen zu dem in einen Korruptionsskandal verwickelten brasilianischen Baukonzern Odebrecht vorgeworfen - in zahlreichen Ländern sollen Politiker bei Auftragsvergaben geschmiert worden sein. Capriles streitet die Vorwürfe ab und sprach von einem „Selbstputsch“ der Regierung, um die Opposition weiter zu schwächen. „Ich werde weiter Euer Gouverneur sein, ich bin hier mit den Stimmen des Volkes gelandet und nur das Volk entscheidet“, sagte Capriles.Bei der Präsidentschaftswahl 2018 müssen die seit 1999 regierenden Sozialisten mit einer verheerenden Niederlage rechnen, weshalb Beobachter die jetzige Krise als Versuch sehen, die Macht zu zementieren. „Die es verdienen, bekommen kein Verbot politischer Beteiligung: Tausende korrupte Funktionäre und Militärs des gescheiterten Regimes“, kritisierte der frühere Parlamentspräsident Henry Ramos auf Twitter.
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Gehoert nicht zum Artikel, aber wichtig!
AntwortenLöschenhttp://www.telenoche.com.uy/sociedad/nubel-cisneros-advierte-sobre-ciclon-extratropical-para-zona-costera.html
Danke für die Warnung...werde es verfolgen.
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