Hamburg (dpa) - «Zeit»-Herausgeber Florian Illies (53) sieht angesichts von Donald Trumps zweiter Präsidentschaft die Zeit gekommen, dass sich die Europäer von den Amerikanern emanzipieren. «Ja, es ist an der Zeit, dass die halbe Milliarde an Europäern ihr eigenes Selbstbewusstsein wiederentdecken, ihre Stärke, ihre Geschichte – und endlich aufhören, bei Europa nur an die EU-Verordnungen zum Krümmungsgrad von Bananen zu denken.» Das schreibt der Bestsellerautor («Generation Golf», «1913: Der Sommer des Jahrhunderts», «Liebe in Zeiten des Hasses») in einem «Zeit»-Essay.
Weiter heißt es darin: «Wer Donald Trump, J. D. Vance, Pete Hegseth oder Marco Rubio zuhört, der weiß: Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr.» Illies' Vorschlag: «Wir sollten der amerikanischen Regierung im Allgemeinen und Donald Trump im Besonderen das entziehen, was sie am dringendsten brauchen: unsere ungeteilte Aufmerksamkeit.» Kurz gesagt: «Amerikaner, macht bitte, was ihr wollt. Aber wir sind dann mal gedanklich weg.»