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Samstag, 21. März 2015

Eksperimentas VERTIMAS / Experiment TRANSLATION

Rassismus-Experiment macht Probanden sprachlos

Momentan sorgt ein Video des litauischen Zentrums für Menschenrechte im Internet für Aufsehen. In einem Experiment wollte die Einrichtung feststellen, wie ahnungslose Menschen auf Fremdenhass im Alltag und Hetze in den sozialen Netzwerken reagieren. Dazu inszenierten sie ein fiktives Casting für einen Werbefilm. Die Teilnehmer sollten dafür kurz auf einem Sofa warten, wo sie auf einen eingeweihten schwarzen Ausländer trafen - einen vermeintlichen Mitbewerber. Dieser bat die Probanden nun, einen Post in der litauischen Sprache, den er auf seinem Facebook-Account erhalten hatte, ins Englische zu übersetzen.

ZDFneo Der Rassist in uns


Habe letzte Woche den ersten Teil gesehen und war fasziniert  ...kann es nur jedem empfehlen sich anzuschauen....Difi




 

Veröffentlicht am 16.07.2014
"39 Menschen haben sich bereit erklärt, an einem Selbstversuch teilzunehmen, ohne genau zu wissen, was auf sie zukommt. In dem Antirassismus-Training, das die Teilnehmer erwartet, werden sie anhand ihrer Augenfarbe in zwei Gruppen eingeteilt.

Die Blauäugigen werden von Beginn an gedemütigt, während die Braunäugigen erfahren, wie stark das Gefühl der Macht sein kann und wie sehr es verunsichert. Widerspruch und Aufbegehren werden vom Anti-Rassismus-Trainer Jürgen Schlicher durch unbarmherzig autoritäres Auftreten sofort unterbunden. Ziel ist es, zu zeigen, mit welchen Gefühlen Menschen ihr Leben lang zu kämpfen haben, die wegen ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft, ihrer Religion, ihrer sexuellen Neigung oder ihres Geschlechts benachteiligt werden.

Dieses Anti-Rassismus-Training basiert auf einer Idee der amerikanischen Lehrerin Jane Elliott. 1968. Kurz nach der Ermordung von Martin Luther King wollte die Pädagogin ihren Schülern demonstrieren, wie es sich anfühlt, einer herabgesetzten Gruppe von Menschen anzugehören.

In "Der Rassist in uns" verfolgen die Sozialpsychologin Prof. Dr. Juliane Degner und der Sozialpädagoge Prof. Dr. Mark Schrödter zusammen mit Moderator Amiaz Habtu das Geschehen während des Trainings an Monitoren in einem Nebenraum. Sie kommentieren das Verhalten der Teilnehmer, zeigen die Mechanismen der Diskriminierung auf und machen deutlich, in welchen Situationen diese Tag für Tag in Deutschland spürbar ist.

Am Ende des vierstündigen Selbstversuchs steht eine Diskussionsrunde. Gemeinsam sprechen alle Teilnehmer über ihre Erfahrungen im Workshop und in ihrem Alltag. Und die Experten zeigen Möglichkeiten auf, wie man im Alltag gegen Diskriminierung vorgehen kann."

Quelle:
http://www.zdf.de/ZDF/zdfportal/progr...

 

Samstag, 7. Februar 2015

Der schwarze Kanal aus Dunkeldeutschland


 War immer mal eine Freude Eduard von...Nachname kannte kaum einer, da man vorher den Fernseher ausschaltete. Zumindest in Westberlin. Aber die Rumpelkammer hatte gigantische Einschaltquoten. Ost wie West! Ist ein interessanter Rückblick, wie man versucht hat die Bevölkerung zu manipulieren. Eine der letzten Frauen von Schnitzler erwischte man im KaDeWe beim Klauen. Ganz Berlin lag flach vor Lachen. Da war man sich einig.  Vergesst nicht....wie schnell sich Wahrheiten verwischen können.






Neben seiner Fernsehtätigkeit drehte von Schnitzler auch zahlreiche Dokumentarfilme. Bei einigen Werken wird in einer Untersuchung (Lit.: Prase und Kretzschmar) von Medienwissenschaftlern der Universität Leipzig nachgewiesen, dass von Schnitzler seine angeblich tatsachenuntermauerten Thesen mit manipuliertem bzw. nachgestelltem Filmmaterial „bewies“.Die in der DDR geheim gehaltene Zuschauerquote zu den Dokumentarfilmen Schnitzlers betrug 7 Prozent.



Der Schwarze Kanal - DDR Propaganda - Eduard von Schnitzler

Montag, 5. Januar 2015

Stoppt die Bevormundung!

Von Udo Pollmer Deutschlandradio
Beitrag hören
Eine Bratwurst auf einem Grill
Udo Pollmers Vorschlag für 2015: Auf alles Sättigende gibt's eine Sondersteuer - weil Sattessen ja krank und dick mache. (AFP/Mira Oberman)
Neues Jahr, gute Vorsätze. Nein, die brauchen wir nicht, sagt der Lebensmittelchemiker Udo Pollmer. Der Staat sage uns doch sowieso ständig, was wir tun und lassen sollen. Da könne man ja gleich das Sich-satt-Essen verbieten.
Wozu noch gute Vorsätze fürs neue Jahr? Der Staat hat die Planung eines bewussten Lebens längst übernommen. Wer einst das Rauchen aufgeben wollte, bekam es mittlerweile per Rauchverbot verordnet. Um dem Vorsatz Nachdruck zu verleihen, wurde der Anreiz zum Verzicht per Tabaksteuer erhöht.


Freitag, 18. Juli 2014

Mahlzeit.......Für eine gute Mischung


Wie bedenkliche Zusatzstoffe die Limonade verschönern
Von Udo Pollmer
Mehrere Flaschen Limonade verschiedener Sorten stehen am 21.02.2014 im Lager der Thüringer Waldquell Mineralbrunnen GmbH in Schmalkalden (Thüringen). Das Unternehmen ist Markenhalter von Vita Cola und beschäftigt derzeit 130 Mitarbeiter. Unter der Traditionsmarke werden mittlerweile drei Colasorten, ein Cola-Mix und vier Limonaden hergestellt.
Bromiertes Pflanzenöl sorgt dafür, dass Aromastoffe in Limonaden gleichmäßig verteilt werden. (picture alliance / dpa / Martin Schutt)
In den USA sind bromierte Pflanzenöle ein beliebter Zusatzstoff für Limonaden, in der EU sind sie verboten. Trotzdem kommen sie in Lebensmitteln vor, wie neue Untersuchungen zeigen. Warum bloß?
Unsere Lebensmittelindustrie ist Hüterin von vielerlei Geheimnissen. Manche lassen sich bei der Lektüre von Etiketten immerhin erahnen. Zu den Mysterien der Zutatenlisten zählen so kuriose Begriffe wie die "Fruchtzubereitung", ein Produkt das primär aus Zubereitung und weniger aus Früchten besteht oder der "Limonadengrundstoff", wohl um den Unterschied zu den Limonadenaufbaustoffen wie Wasser und Zucker deutlich zu machen.
Unlängst haben Stuttgarter Lebensmittelchemiker Limonaden untersucht und prompt fanden sie darin einen unerwarteten Zusatz, nämlich sogenannte bromierte Pflanzenöle. Bromierte Pflanzenöle sind in Deutschland verboten – weil sie sich im menschlichen Fettgewebe und damit auch im Nervengewebe anreichern. Und weil es zumindest einen dokumentierten Fall gibt, bei dem sich ein Kunde mit so einem alkoholfreien Magenspüler im wahrsten Sinne des Wortes blöd gesoffen hat.
Die Ware stammte ursprünglich aus den USA. Dort ist der Zusatzstoff ebenso legal wie beliebt, nicht nur in Soft Drinks sondern auch in anderen Lebensmitteln wie Gebäck. Aus Sicht der US-Behörden ist der Stoff ungiftig, auch deshalb weil der genannte Patient nach Absetzen der Limoflasche wieder vollständig genas.
Der Trick: Weighting Agents
Wozu in aller Welt braucht man bromiertes Pflanzenöl? Man benötigt es, um die Aromastoffe gleichmäßig im Getränk zu verteilen. Zitrusöle, die aus den Schalen von Orangen und Zitronen gewonnen werden, sind nicht mit Wasser mischbar. Sie würden oben in der Flasche wie ein Fettauge schwimmen. Um sie gleichmäßig im Getränk zu verteilen, greift man zu einem physikochemischen Trick.
Man passt die Dichte der Aromamischung an die Dichte des Getränks an. Zu diesem Zweck lässt man Sojaöl mit Brom reagieren. Da Brom viel schwerer ist als Öl oder Wasser, lässt sich damit das Gewicht des Öles erhöhen. Deshalb heißen solche Zusatzstoffe fachsprachlich Weighting Agents, abgeleitet vom englischen Wort für Gewicht. Wörtlich übersetzt wären es "Stoffe zum Beschweren".
Diese Weighting Agents vermischt man nun mit den Zitrusölen, bis die Mischung exakt die gleiche Dichte hat, wie die restliche Limo aus Wasser, Zucker, Säuren, Farbstoff usw. Die bromierte Öl-Aroma-Mixtur wird homogenisiert bis sich winzige Tröpfchen bilden. Die verteilen sich jetzt gleichmäßig im Zuckerwasser und bleiben in der Schwebe. Da sie aber nicht wirklich löslich sind wie der Zucker, sondern weiterhin aus winzigen Tröpfchen bestehen, entsteht eine Trübung. Das ist das Geheimnis der vermeintlich "naturtrüben" Limonaden.
Wurzelharz als Quelle
In Deutschland verwendet man andere Weighting Agents, namentlich SAIB, ausgeschrieben heißt das Saccharoseacetatisobutyrat. Daneben kommen auch Johannisbrotkernmehl und Glycerinester aus Wurzelharz zum Einsatz. Beim Saccharoseacetatisobutyrat handelt es sich – wie es sich für ein Trübungsmittel gehört – um ein undurchsichtiges Stoffgemisch, dessen Zusammensetzung je nach Anwendung variiert.
Nicht minder kurios sind die "Glycerinester aus Wurzelharz". Das Wurzelharz heißt auch Kolophonium oder Geigenharz. Es ist der gelblichbraune Rückstand, der bei der Gewinnung von Terpentinöl übrig bleibt. Das Terpentin wird aus alten Kiefernstümpfen gewonnen. Damit daraus Glycerinester werden, lässt man die Wurzelharzsäuren aus dem Terpentin-Rückstand mit Glycerin reagieren.
Rein rechtlich sollten für Limos nur alte Kiefernstümpfe verwendet werden, doch ist die Verlockung groß, auch mit verwandten Rohstoffen im Trüben zu fischen. Beispielsweise mit Tallöl,  ein Rückstand, der bei der Papierherstellung anfällt. Doch wer mag sich schon über Beschwerungsmittel beschweren, wenn er so die Ökobilanz einer Papiermühle und damit auch seiner Bibliothek verbessert? Mahlzeit!




Literatur
http://www.bfr.bund.de/de/a-z_index/bromierte_pflanzenoele-190883.html
 Maier L et al: Bestimmung von bromierten Pflanzenölen in Erfrischungsgetränken. Lebensmittelchemie 2011; 65: 120
 Horowitz BZ: Bromism from excessive cola consumption. Journal of Toxicology - Clinical Toxicology 1997; 35: 315-320
 Shachman M: The Soft Drinks Companion. CRC Press, Boca Raton 2005
 Eastman: Eastman SustaneTM SAIB, Food Grade. Firmenschrift 2010
 Uematsu Y et al: Determination of sucrose esters of fatty acids in food additive premixes by gas chromatography and confirmation of identity by gas chromatography/mass spectrometry Journal of AOAC International 2001; 84: 498-506
 EFSA: Scientific opinion on the safety of glycerol esters of gum rosin for the proposed uses as food additive. EFSA Journal 2010; 8: e1654
Chanamai R, McClements DJ: Impact of weighting agents and sucrose on gravitional separation of beverage emulsions. Journal of Agricultural and Food Chemistry 2000; 48: 5561-5565

Mittwoch, 21. Mai 2014

Freihandelsabkommen Chlor-Hühnchen im antiamerikanischen Subventionsbad

Von Wolfgang Bok
Picture Alliance
Der neue Liebling des Antiamerikanismus: Das Chlor-Hühnchen
Eine neue Angst geht um: Vor Chlor-Hühnchen und dem freien Handel mit den bösen Amerikanern. Das ist Volksverdummung und Hochmut einer Subventionskultur, die um ihre Pfründe fürchtet. Antiamerikanismus wird als Verbraucherschutz verkleidet.



Die Trophäe der Angstmacher hat einen griffigen Namen: Chlor-Hühnchen! Sie überschwemmen Europa, sollte das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP nicht am Widerstand aufgeregter „Verbraucherschützer“ und „Kulturschaffenden“ scheitern. Lieber essen wir die mit Antibiotika vollgepumpten Masthühner, die durch die Bakterienbäder heimischer Mastfabriken gezogen werden, um dann zu Discountpreisen reißenden Absatz zu finden. Die Medizinerin  Giulia Enders legt in ihrem Bestseller „Darm mit Charme“ die tatsächlichen Risiken für unsere Gesundheit anschaulich dar. Nichts einzuwenden haben wir auch gegen die Chlorbäder in unseren öffentlichen Schwimmbecken, in denen allerhand Krankheitserreger abgetötet werden müssen.
Die geschürte Angst vor hormonbehandeltem Fleisch, genmanipuliertem Gemüse oder eben mit Chlor desinfizierten Hähnchenschenkeln offenbart vor allem Arroganz: Hier lebt die hochmütige Vorstellung von einem Amerika auf, in dem ein kulturloses Volk ständig bei McDonald’s hockt, bei billigen TV-Serien verblödet und so Körper und Geist zu vergiftet. Dabei wundert sich doch jeder USA-Besucher, dass dort selbst vor heißem Kaffee gewarnt wird, weil die Sicherheitsvorschriften weit strenger sind als etwa in Deutschland. Das gilt auch und gerade für technische Geräte wie Autos. „Es ist empirisch nicht nachzuweisen, dass Freihandelsabkommen in der Vergangenheit zur Senkung von Standards geführt haben“, versichert Gabriel Felbermayer, der im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums die Auswirkungen von TTIP bewertet hat.
Kaum zur Kenntnis genommen werden  die Vorteile, die ein Freihandelsabkommen der EU mit den USA bringt: Doppelkontrollen und Zulassungsverfahren, die viel Geld und Zeit kosten, werden überflüssig. Medikamente können so billiger werden. Auch der Vorwurf, hier würden Geheimverhandlungen geführt, geht fehl: Im Internet können die einzelnen geplanten Regeln sehr wohl eingesehen werden. Diese müssen dann ohnehin aufwändig von demokratischen Gremien (EU-Parlament, nationale Parlamente) genehmigt werden. Ebenso ist die Angst vor einer „Paralleljustiz“ künstlich: Investitionsschutzabkommen, deren Einhaltung vor Schiedsgerichten auf internationaler Ebene eingeklagt werden können, nützen gerade der Exportnation Deutschland. Diese Gerichte tragen weit mehr zur Rechtssicherheit bei als nationale Justizbehörden, die der jeweiligen politischen Mehrheit unterworfen sind.