Donnerstag, 15. Oktober 2015
Kochsalz ist schädlich für Hunde
Dieser Irrtum basiert auf der Fehlinterpretation einer Promotionsschrift aus dem Anfang des 20.Jahrhunderts. Demnach ist Kochsalz für nierenkranke Patienten (Menschen!) zusätzlich nierenschädlich. Leider wurde in der Folgezeit der Bezug zur Nierenkrankheit dabei völlig außer Acht gelassen und die Aussage sogar derart verändert weitergegeben, dass man am besten „gar kein Salz essen“ sollte. Im Rahmen der „Vermenschlichung“ der Hundehaltung übertrug man dann diese Fehlinformation auf die Hundeernährung.
Erst als Mitte der 90er Jahre die Promotionsschrift nochmals nachgelesen wurde fiel der Irrtum auf. Hunde (und Menschen...) benötigen Kochsalz insbesondere zur Produktion von Salzsäure im Magen und zur Aufrechterhaltung der Nervenfunktion. Da Hunde eine vielfach höhere Salzsäureproduktion im Magen haben (notwendig für die Fleischverdauung als Raubtier!) als Menschen, benötigen Sie auch mehr Kochsalz in der Nahrung.Eine Kochsalzarme Ernährung für Hunde wäre also fatal. Ausnahmen bilden natürlich auch hier die Nierenkranken Hunde! Eine„Kochsalzvergiftung“ tritt nur dann auf, wenn zeitgleich zur Kochsalzaufnahme nicht genügend Wasser zur Verfügung steht. Eine Überversorgung mit Kochsalz erfolgt nicht, da nur die Menge aus der Nahrung aufgenommen wird, die der Körper aktuell benötigt. Der Rest wird mit dem Kot ausgeschieden. Bei der Verfütterung von normal gesalzenen Mittagbrotresten kann nichts Schädliches passieren.
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Na, da hast du ja schon wieder eine Salzlüge. LG
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