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Donnerstag, 15. Oktober 2015

Im Gemüse und Obst sind alle Vitamine




Wir kennen heute insgesamt 13 Vitamine. Leider kommen im Obst und Gemüse eben nicht alle diese 13 Vitamine vor! Lediglich ein Teil der 13 Vitamine sind in Pflanzen zu finden, und dabei oftmals einzelne Vitamine nur in einzelnen Pflanzen. Die Vitamine D und B12 kommen sogar weder im Obst noch im Gemüse vor! (Siehe Vitamintabelle) Interessant ist jedoch, dass ausgerechnet im Fleisch und insbesondere in der Leber alle 13 Vitamine (und Mineralstoffe! und Spurenelemente!) enthalten sind. Mit dem Verzehr von Fleisch und/oder Leber hat man also alle 13 Vitamine in seiner Nahrung drin! Die grönländischen Eskimos ernähren sich seit Jahrhunderten gänzlich ohne Obst und Gemüse, nur mit Fleisch und Fisch, und haben trotzdem keine Mangelerscheinungen, da ja im Fleisch alles drin ist, was der Körper benötigt. Wenn nun aber im Fleisch schon alle Vitamine drin sind, wozu füttern Sie dann Ihrem Hund eigentlich zusätzlich zum Fleisch noch Obst und Gemüse?

VITAMINE
     
   Vitamin      Vorkommen      Bemerkung   
  Vitamin A
  
(Retinol)  
  Lebertran, Leber, Niere, Fleisch, Milchprodukte, Butter, Eigelb, Karotten       
  Vitamin D
  
(Calciferol)  
  Lebertran, Leber, Fleisch, Milch, Eigelb, Butter, Meeresfische, Hering,  Champignons, Avocado       
  Vitamin E
  
(Tocopherol)  
  Leber, Fett, Fleisch, Sonnenblumen-, Mais-, Soja- und Weizenkeimöl,  Nüsse, Leinsamen, Schwarzwurzel, Peperoni, Kohl, Avocado       
  Vitamin C
  
(Ascorbinsäure)  
  Hagebutten, Sanddorn, Zitrusfrüchte,  Johannisbeeren, Kartoffeln, Paprika, Tomaten, Kohl, Spinat, Gemüse, Rettich    Wird vom Hund nicht benötigt, da  Eigensynthese  
  Vitamin K
  
(Menadion)  
  Eier, Leber, Fleisch, Grünkohl, grünes Gemüse, Zwiebeln, Haferflocken,  Kiwi, Tomaten, Kresse       
  Vitamin B1
  
(Thiamin)  
  Leber, Fleisch, Weizenkeime, Vollkorngetreide, Erbsen, Herz,  Schweinefleisch, Hefe, Haferflocken, Naturreis,       
  Vitamin B2
  
(Riboflavin)  
  Leber, Fleisch, Milchprodukte Vollkorngetreide, Käse, Eier, Leber, Seefisch,  grünes Blattgemüse,       
  Vitamin B6
  
(Pyridoxin)  
  Leber, Fleisch, Bananen, Nüsse, Vollkornprodukte, Hefe,  Kartoffeln, grüne Bohnen, Blumenkohl, Karotten       
  Vitamin B12
  
(Cobalamin)  
  Leber, Milch, Eigelb, Fisch, Fleisch, Austern, Quark, Bierhefe       
  Nicotinsäure    Leber, Geflügel, Fisch, mageres Fleisch, Bierhefe, Erdnüsse, Erbsen       
  Pantothensäure    Leber, Fleisch, Gemüse, Weizenkeime, Spargel, Krabben,  Sonnenblumenkerne, Pumpernickel       
  Biotin    Leber, Fleisch, Milch, Blumenkohl, Champignons, Vollkornprodukte, Ei,  Avocado, Spinat,       
  Folsäure    Leber, Fleisch, Weizenkeime, Kürbis, Champignons, Spinat, Avocado       



Innereien sind beim Frischfüttern unerlässlich. Ohne Innereien kann nur schlecht eine ausgewogene Ernährung erreicht werden. Sie liefern hochdosierte Inhaltsstoffe und sind sozusagen "natürliche Vitamin- und Mineralienbomben". Man müsste Berge an Fleisch füttern, um den Gehalt an Nährstoffen zu erreichen, den man mit einer geringen Menge an Innereien  (im Vergleich zum Fleisch)  zuführen kann. Besonders wichtig ist dabei eine regelmäßige Leberfütterung. Aber auch Niere und Milz, wenn man sie bekommt, sind  wichtig. Leber, Niere und Milz können in ähnlicher Menge verfüttert werden. Ein 10-kg Hund darf gut und gerne ca. 100 - 150 g an Innereien in der Woche bekommen.
Leber enthält nicht nur das so wichtige Vitamin A sondern auch viele weitere Nährstoffe in hochdosierter Form (z.B. B-Vitamine, Mineralien wie Zink etc.). Es empfiehlt sich, wie auch allgemein, auf eine gute Qualität zu achten . Die Gefahr einer Vitamin A-Überversorgung besteht bei der empfohlenen Menge nicht, da der Hund, im Gegensatz zum Menschen, eventuell überschüssiges (natürliches) Vitamin A problemlos wieder ausscheiden kann.
Die Leber ist zwar ein Entgiftungsorgan, speichert aber diese Giftstoffe nicht (Giftstoffe werden eher im Fettgewebe gespeichert), daher besteht kein Grund, Leber aus diesem Grund abzulehnen !
Ich persönlich gebe sowohl von der Leber, als auch von der Niere täglich eine kleine Portion. So ist es zum einen verträglicher für den Hund, denn zuviel Innereien führen leicht zu Durchfall, zum anderen bekommt er so eine tägliche Extra-Ration an Vitaminen und Mineralien, eine "natürliche Vitaminpille" sozusagen.
Alles, was aktuell nicht benötigt wird oder gespeichert werden kann, wird ungenutzt wieder ausgeschieden. Daher ist es vorteilhafter die Wochenration über mehrere Tage verteilt zu geben, statt in einer oder zwei großen Innereien-Mahlzeiten. Die gekauften Innereien portioniere ich deswegen in 20g-Würfel und friere sie so ein, dass ich sie später einzeln entnehmen kann oder ich friere sie gleich mit dem gerade portionierten Futterfleisch ein.
Ich möchte an dieser Stelle auch noch auf die Fütterung von Herz verweisen. Herz ist eigentlich keine wirkliche "Innerei" und zählt eher zum Muskelfleisch. Dennoch sind im Herz mehr und weitere Inhaltsstoffe, als in normalem Muskelfleisch (Taurin z.B.) enthalten. Daher sollte es auch genau so regelmäßig in den Speiseplan mit eingebaut werden, wie Innereien. Ein 10 kg Hund kann gut und gerne 200-300 g davon in der Woche bekommen. Da Herz ein sehr hochwertiges Fleisch ist (Muskelfleisch) mische ich es gerne mit etwas "minderwertigerem" Protein, wie Pansen. So hat man, zusammen mit einem Stück Leber oder Niere und einem Stück Knochen, eine ausgewogene Mahlzeit.


2 Kommentare:

  1. Toll, habe viele Jahre darauf geachtet was man geben sollte. Es kam von ganz allein zu delegieren. Der wollte kein Fisch, der andere kein Gemüse. Und rannten mit einem Brot davon,Schätze man sollte den Tieren das überlasen was sie wollen. Abo

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  2. Hinzu kommt, dass die Tiere nicht an Zwiebeln oder Knoblauch gehen. Es ist giftig für sie. Sie knabbern auch nicht am Oleander. Nur Gift was der Mensch verstreut, bringt sie um. Also denke ich das Schokolade bei Kleinstiere zur Vergiftung führen kann aber sie würden nie an Kakaobohnen gehen. Wir hatten in Spanien ganze Alleen von Oleander und Trompetenblumen Bäume, Avocado Plantagen. Kein einziges Tier hatte Vergiftungserscheinungen.

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