Wir kennen heute insgesamt 13 Vitamine. Leider kommen im Obst und Gemüse eben nicht alle diese 13 Vitamine vor! Lediglich ein Teil der 13 Vitamine sind in Pflanzen zu finden, und dabei oftmals einzelne Vitamine nur in einzelnen Pflanzen. Die Vitamine D und B12 kommen sogar weder im Obst noch im Gemüse vor! (Siehe Vitamintabelle) Interessant ist jedoch, dass ausgerechnet im Fleisch und insbesondere in der Leber alle 13 Vitamine (und Mineralstoffe! und Spurenelemente!) enthalten sind. Mit dem Verzehr von Fleisch und/oder Leber hat man also alle 13 Vitamine in seiner Nahrung drin! Die grönländischen Eskimos ernähren sich seit Jahrhunderten gänzlich ohne Obst und Gemüse, nur mit Fleisch und Fisch, und haben trotzdem keine Mangelerscheinungen, da ja im Fleisch alles drin ist, was der Körper benötigt. Wenn nun aber im Fleisch schon alle Vitamine drin sind, wozu füttern Sie dann Ihrem Hund eigentlich zusätzlich zum Fleisch noch Obst und Gemüse?
VITAMINE
| Vitamin | Vorkommen | Bemerkung |
| Vitamin A (Retinol) | Lebertran, Leber, Niere, Fleisch, Milchprodukte, Butter, Eigelb, Karotten | |
| Vitamin D (Calciferol) | Lebertran, Leber, Fleisch, Milch, Eigelb, Butter, Meeresfische, Hering, Champignons, Avocado | |
| Vitamin E (Tocopherol) | Leber, Fett, Fleisch, Sonnenblumen-, Mais-, Soja- und Weizenkeimöl, Nüsse, Leinsamen, Schwarzwurzel, Peperoni, Kohl, Avocado | |
| Vitamin C (Ascorbinsäure) | Hagebutten, Sanddorn, Zitrusfrüchte, Johannisbeeren, Kartoffeln, Paprika, Tomaten, Kohl, Spinat, Gemüse, Rettich | Wird vom Hund nicht benötigt, da Eigensynthese |
| Vitamin K (Menadion) | Eier, Leber, Fleisch, Grünkohl, grünes Gemüse, Zwiebeln, Haferflocken, Kiwi, Tomaten, Kresse | |
| Vitamin B1 (Thiamin) | Leber, Fleisch, Weizenkeime, Vollkorngetreide, Erbsen, Herz, Schweinefleisch, Hefe, Haferflocken, Naturreis, | |
| Vitamin B2 (Riboflavin) | Leber, Fleisch, Milchprodukte Vollkorngetreide, Käse, Eier, Leber, Seefisch, grünes Blattgemüse, | |
| Vitamin B6 (Pyridoxin) | Leber, Fleisch, Bananen, Nüsse, Vollkornprodukte, Hefe, Kartoffeln, grüne Bohnen, Blumenkohl, Karotten | |
| Vitamin B12 (Cobalamin) | Leber, Milch, Eigelb, Fisch, Fleisch, Austern, Quark, Bierhefe | |
| Nicotinsäure | Leber, Geflügel, Fisch, mageres Fleisch, Bierhefe, Erdnüsse, Erbsen | |
| Pantothensäure | Leber, Fleisch, Gemüse, Weizenkeime, Spargel, Krabben, Sonnenblumenkerne, Pumpernickel | |
| Biotin | Leber, Fleisch, Milch, Blumenkohl, Champignons, Vollkornprodukte, Ei, Avocado, Spinat, | |
| Folsäure | Leber, Fleisch, Weizenkeime, Kürbis, Champignons, Spinat, Avocado |
Innereien
sind beim Frischfüttern unerlässlich. Ohne Innereien kann nur schlecht
eine ausgewogene Ernährung erreicht werden. Sie liefern hochdosierte
Inhaltsstoffe und sind sozusagen "natürliche Vitamin- und
Mineralienbomben". Man müsste Berge an Fleisch füttern, um den Gehalt
an Nährstoffen zu erreichen, den man mit einer geringen Menge an
Innereien (im Vergleich zum Fleisch) zuführen kann. Besonders wichtig ist dabei eine regelmäßige Leberfütterung. Aber auch Niere und Milz, wenn man sie bekommt, sind wichtig.
Leber, Niere und Milz können in ähnlicher Menge verfüttert werden. Ein
10-kg Hund darf gut und gerne ca. 100 - 150 g an Innereien in der Woche
bekommen.
Leber
enthält nicht nur das so wichtige Vitamin A sondern auch viele weitere
Nährstoffe in hochdosierter Form (z.B. B-Vitamine, Mineralien wie Zink
etc.). Es empfiehlt sich, wie auch allgemein, auf eine gute Qualität zu
achten . Die Gefahr einer Vitamin A-Überversorgung
besteht bei der empfohlenen Menge nicht, da der Hund, im Gegensatz zum
Menschen, eventuell überschüssiges (natürliches) Vitamin A problemlos
wieder ausscheiden kann.
Die
Leber ist zwar ein Entgiftungsorgan, speichert aber diese Giftstoffe
nicht (Giftstoffe werden eher im Fettgewebe gespeichert), daher besteht
kein Grund, Leber aus diesem Grund abzulehnen !
Ich
persönlich gebe sowohl von der Leber, als auch von der Niere täglich
eine kleine Portion. So ist es zum einen verträglicher für den Hund,
denn zuviel Innereien führen leicht zu Durchfall, zum anderen bekommt er
so eine tägliche Extra-Ration an Vitaminen und Mineralien, eine
"natürliche Vitaminpille" sozusagen.
Alles,
was aktuell nicht benötigt wird oder gespeichert werden kann, wird
ungenutzt wieder ausgeschieden. Daher ist es vorteilhafter die
Wochenration über mehrere Tage verteilt zu geben, statt in einer oder
zwei großen Innereien-Mahlzeiten. Die
gekauften Innereien portioniere ich deswegen in 20g-Würfel und friere
sie so ein, dass ich sie später einzeln entnehmen kann oder ich friere
sie gleich mit dem gerade portionierten Futterfleisch ein.
Ich
möchte an dieser Stelle auch noch auf die Fütterung von Herz verweisen.
Herz ist eigentlich keine wirkliche "Innerei" und zählt eher zum
Muskelfleisch. Dennoch sind im Herz mehr und weitere Inhaltsstoffe, als
in normalem Muskelfleisch (Taurin z.B.) enthalten. Daher sollte es auch
genau so regelmäßig in den Speiseplan mit eingebaut werden, wie
Innereien. Ein 10 kg Hund kann gut und gerne 200-300 g davon in der
Woche bekommen. Da Herz ein sehr hochwertiges Fleisch ist
(Muskelfleisch) mische ich es gerne mit etwas "minderwertigerem"
Protein, wie Pansen. So hat man, zusammen mit einem Stück Leber oder
Niere und einem Stück Knochen, eine ausgewogene Mahlzeit.

Toll, habe viele Jahre darauf geachtet was man geben sollte. Es kam von ganz allein zu delegieren. Der wollte kein Fisch, der andere kein Gemüse. Und rannten mit einem Brot davon,Schätze man sollte den Tieren das überlasen was sie wollen. Abo
AntwortenLöschenHinzu kommt, dass die Tiere nicht an Zwiebeln oder Knoblauch gehen. Es ist giftig für sie. Sie knabbern auch nicht am Oleander. Nur Gift was der Mensch verstreut, bringt sie um. Also denke ich das Schokolade bei Kleinstiere zur Vergiftung führen kann aber sie würden nie an Kakaobohnen gehen. Wir hatten in Spanien ganze Alleen von Oleander und Trompetenblumen Bäume, Avocado Plantagen. Kein einziges Tier hatte Vergiftungserscheinungen.
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