CF - Problem Hundehaufen: Bürgermeister hat genug
In Lemshausen in
Niedersachsen gibt es ein stinkendes Problem: Hundehalter räumen
offenbar den Kot ihrer Tiere einfach nicht weg, sodass die 282 Einwohner
Gefahr laufen, in die ein oder andere Tretminen zu treten . Nun zieht
der Bürgermeister andere Saiten auf – und droht den Bürgern, die die
Hundehaufen liegen lassen, mit Knast. Das Ganze hat Friedrich-Wilhelm
Brandt nun unter dem Titel "Ärgernis Hundekot" im Amtsblatt öffentlich
gemacht.
Hunde-Ausscheidungen seien demnach eine "Ordnungswidrigkeit": "Unter Umständen kann sogar ein Straftatbestand gegeben sein, der nach den entsprechenden Vorschriften des Strafgesetzbuches mit einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit einer Geldstrafe belegt werden kann." Sollten dem Bürgermeister derartige Fälle zu Ohren kommen beziehungsweise angezeigt werden, so werde er die entsprechenden Verfahren einleiten.
Seit dieser Ankündigung sei
Lemshausen laut der "Bild" in Hundehalter und "Häufchen-Feinde"
gespalten. "Der regt sich über Hundehaufen auf, und seine Tauben
scheißen dem Nachbarn auf den Kopf", erklärt ein Anwohner im Gespräch
mit dem Blatt. Eine andere Quelle wettert hingegen, dass nun ein Klima
der Angst im Dorf herrsche. Befürworter der Ankündigung ereifern sich
indessen und betonen: "Die Hunde scheißen uns in den Garten, Tretminen
vor der Haustür und am Haus lang. Jetzt ist der Haufen morgens
tiefgefroren, doch wenn es wärmer wird, stinkt's zum Himmel."
Doch wieso hat der Bürgermeister diese drastischen Schritte für
Hundehalter überhaupt angeordnet? "Es kamen viele Beschwerden von
Anwohnern. Besonders hinter dem Bushäuschen ist die Verschmutzung durch
Hundekot bisweilen enorm", so Brandt im Gespräch mit der "Bild". Freunde
hat er sich mit dieser Aktion jedoch weniger gemacht – im Gegenteil:
"Die Leute stehen mit Hund an der Leine bei mir vor dem Haus, reden und
zeigen mit Fingern auf mein Haus. In den sozialen Netzwerken werde ich
massiv angegangen."Bild Copyright: Thinkstock
Es stinkt wirklich zum Himmel.....Frösche dürfen nicht quaken, Hähne nicht krähen und Hunde nicht bellen und für die Notdurft der Hunde darf der Besitzer den Kot entfernen. Auf der anderen Seite gibt es die Biokultur. Na ja.... wir haben ja den Kunstdünger und somit sollte die Pharmaindustrie den Kunstkot erfinden. Eine Tablette ins Futter und schon kackt der Hund Würste mit Feilchenduft.
Düngen in der Landwirtschaft
Wellness - Aromatherapie oder frische Landluft
"Urlaub auf dem Bauernhof", "Gesunde Landluft" - was den Einen erfreut
empfindet der Andere als Geruchsbelästigung. Überall wo Nutztiere
gehalten werden, fällt auch Gülle und Kot an. Also kein Steak, kein
Schnitzel und kein halbes Hähnchen, aber auch kein Schluck gesunde
Frischmilch ohne das Anfallen dieser unschönen Stoffwechselprodukte.
Solange die Tiere auf der Weide stehen fällt Gülle und Kot in "kleinen"
Mengen an, die über eine große Fläche und über einen langen Zeitraum
ausgebracht werden. Es kommt zu keiner Geruchsbelästigung. Erst wenn die
Tiere in den Stallungen stehen oder wenn es sich um Mastbetriebe
handelt wird die Entsorgung der anfallenden Gülle und Kot zu einem
Problem.
Da diese "Abfälle" sehr Nährstoffreich sind (insbesondere Reich an Nitraten) bietet es sich doch an, Gülle und Kot wieder als Dünger auf die Felder auszubringen. Der perfekte Stoffkreislauf.
Da diese "Abfälle" sehr Nährstoffreich sind (insbesondere Reich an Nitraten) bietet es sich doch an, Gülle und Kot wieder als Dünger auf die Felder auszubringen. Der perfekte Stoffkreislauf.
Stoffkreislauf hin oder her - Gülle ist sehr geruchsintensiv, besser
gesagt: Gülle stinkt! Daher unterliegt das Ausbringen der Gülle auch
gewissen Regeln.
Der Nährstoffbedarf der Felder muss ermittelt werden.
Die Gülle muss auf dem Feld verbleiben, darf also nicht direkt in einen Vorfluter einfließen oder durch ein Regenereignis umgehend von dem Feld abgespült werden.
Die Regeln und Anforderungen sind in der Düngemittelverordnung (s. folgenden Auszug) zusammengefasst:
Verordnung über die Anwendung von Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten und Pflanzenhilfsmitteln nach den Grundsätzen der guten fachlichen Praxis beim Düngen (Düngeverordnung - DüV)
"Düngeverordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 27. Februar 2007 (BGBl. I S. 221)"
§ 3 Grundsätze für die Anwendung
Also lässt sich wie folgt zusammenfassen: Die Landwirte dürfen Gülle auf ihren Feldern wieder ausbringen. Die Ausbringung soll zu frostfreien und niederschlagsfreien Zeiten erfolgen. Die Landwirte sind aber auch verpflichtet, die ausgebrachte Gülle umgehend einzuarbeiten. Hier ist noch anzumerken, dass sich die Geruchsbelästigung in Menden noch relativ gering darstellt. Schlimm ist es in den Regionen, wo intensive Massentierhaltung betrieben wird. So riecht man auf der Bundesautobahn 1 schon, wann man den Landkreis Vechta erreicht hat. Eine Ausschilderung ist hier gar nicht mehr notwendig.
Soweit sich Anhaltpunkte ergeben, dass gegen die Düngeverordnung bzw. gute fachliche Praxis verstoßen wird, kann sich der Bürger auch an die Landwirtschaftskammer NRW; Kreisstellen Märkischer Kreis/Ennepe-Ruhr, Ruhr-Lippe; Telefon 02303/96161-0 wenden, oder aber bei extremen Belästigungen an die Mendener Ordnungsbehörde.
http://www.menden.de/lim/ue/ll/duengen.php
Der Nährstoffbedarf der Felder muss ermittelt werden.
Die Gülle muss auf dem Feld verbleiben, darf also nicht direkt in einen Vorfluter einfließen oder durch ein Regenereignis umgehend von dem Feld abgespült werden.
Die Regeln und Anforderungen sind in der Düngemittelverordnung (s. folgenden Auszug) zusammengefasst:
Verordnung über die Anwendung von Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten und Pflanzenhilfsmitteln nach den Grundsätzen der guten fachlichen Praxis beim Düngen (Düngeverordnung - DüV)
"Düngeverordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 27. Februar 2007 (BGBl. I S. 221)"
§ 3 Grundsätze für die Anwendung
- § (5) Das Aufbringen von Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten und Pflanzenhilfsmitteln mit wesentlichen Nährstoffgehalten an Stickstoff oder Phosphat darf nicht erfolgen, wenn der Boden überschwemmt, wassergesättigt, gefroren oder durchgängig höher als fünf Zentimeter mit Schnee bedeckt ist. Abweichend von Satz 1 dürfen Kalkdünger nach Anlage 1 Abschnitt 1 der Düngemittelverordnung mit einem Gehalt von weniger als 2 vom Hundert Phosphat (P2O5) auf gefrorenen Boden aufgebracht werden.
- § (2) Wer Gülle, Jauche, sonstige flüssige organische oder organisch-mineralische Düngemittel mit wesentlichen Gehalten an verfügbarem Stickstoff oder Geflügelkot auf unbestelltes Ackerland aufbringt, hat diese unverzüglich einzuarbeiten.
- § (5) Düngemittel mit wesentlichem Gehalt an verfügbarem Stickstoff, ausgenommen Festmist ohne Geflügelkot, dürfen zu den nachfolgend genannten Zeiten nicht aufgebracht werden:
-
- auf Ackerland vom 1. November bis 31. Januar,
- auf Grünland vom 15. November bis 31. Januar.
Also lässt sich wie folgt zusammenfassen: Die Landwirte dürfen Gülle auf ihren Feldern wieder ausbringen. Die Ausbringung soll zu frostfreien und niederschlagsfreien Zeiten erfolgen. Die Landwirte sind aber auch verpflichtet, die ausgebrachte Gülle umgehend einzuarbeiten. Hier ist noch anzumerken, dass sich die Geruchsbelästigung in Menden noch relativ gering darstellt. Schlimm ist es in den Regionen, wo intensive Massentierhaltung betrieben wird. So riecht man auf der Bundesautobahn 1 schon, wann man den Landkreis Vechta erreicht hat. Eine Ausschilderung ist hier gar nicht mehr notwendig.
Soweit sich Anhaltpunkte ergeben, dass gegen die Düngeverordnung bzw. gute fachliche Praxis verstoßen wird, kann sich der Bürger auch an die Landwirtschaftskammer NRW; Kreisstellen Märkischer Kreis/Ennepe-Ruhr, Ruhr-Lippe; Telefon 02303/96161-0 wenden, oder aber bei extremen Belästigungen an die Mendener Ordnungsbehörde.
http://www.menden.de/lim/ue/ll/duengen.php
Das ist so deutsch, zum piepen. Aber Hut ab vor Menden. Glückwunsch zum Humor und den roten Faden nicht zu verlieren.
AntwortenLöschenSehe ich genau so. Menden kenne ich. Hut ab, es auf den Punkt zu treffen.
AntwortenLöschenAlso könnte es zu einem Umdenken kommen. Wir sind alle erzogen , dass Hundekot Ibääääh ist.
AntwortenLöschenUrin mag kein Tier auf dem Futter? Der Mensch schon gar nicht?
Klingt plausibel... Die Vorstellung ist ekelerregend. Wiesen (die zu Heu werden) und Gemüse wird aber auch mit Urin versetzt. Die Bauern düngen mit "Gülle/Odel", also dem Urin von Kühen oder anderen Tieren. Trotzdem essen alle Leute dieses Gemüse und verfüttern das betroffene Heu... Nur bei Frischnahrung wird plötzlich aufgeschrien... Ganz abgesehen davon, dass Kaninchen auch gerne ins Heu oder ans Frischfutter pinkeln... Auch ekelerregend...
Hundekot ist eine gewisse Gefahr als Überträger von Würmern (und nur als Überträger von Würmern!), andere Gefahren gibt es nicht. Schon wenige Zentimeter vom Kot weg sind Kräuter und Gräser wurmeifrei ... das ist etwas, was man vom Gemüse an der Gemüsetheke nicht so sicher sagen kann, ansonsten gäbe es nicht immer wieder die Fälle, wo Menschen, welche nur in den großen Discountern sammeln gehen, ab und an mal sich auch Darmwürmer holen.
Es geht noch weiter ... alle wildlebenden Pflanzen, auch die auf Hundewiesen, sind aufgrund der Lebensgemeinschaften, in denen sie artgerecht leben, deutlich robuster und bilden deutlich mehr Wirkstoffe wie das, was man an der Gemüsetheke sich kaufen kann. Viele dieser Wirkstoffe helfen, Darmparasiten zu schwächen, so daß unsere Haustiere mit ihnen locker fertig werden können - ohne Medikamente!
Eigentlich ärgern nur die Tretmienen uns beim Laufen. Also muss man in der Stadt umdenken. Auch wer barfuß durch den Garten will ebenfalls. Aber es ist die gleiche Kacke wie die Gülle.
Habe noch was vergessen...Guten Appetit....
AntwortenLöschenIrgendwie ist mir der Appetit vergangen. Bei mir im Vorgarten machen viele fremde Hunde einen Haufen. Es ist nur ärgerlich. Muss den Mist auch noch weg machen.
AntwortenLöschenIn Spanien machen sie das mit dem Gartenschlauch . Da wird auch Pferdemist in die Erde eingearbeitet. Wer das nicht kann, muss sich dann einen Zaun basteln oder es gibt auch Schilder...wie Rasen betreten verboten..... Hunde die genau das machen wie oben auf dem Foto.
AntwortenLöschenNicht vergessen dem Bürgermeister zu gratulieren für seinen Übereifer.
AntwortenLöschenLG