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Samstag, 15. März 2014

Chivito ohne Salz?



Ein Gericht was der Uruguayer sehr liebt.


Gegrilltes Rindfleisch, Schinken 2,5  g/100g Salz,Pancetta (Speck) 6,5  g/100g Salz Muzzarella-Käse, Mayonensalat a la Russa, Spiegelei, Pommes, Mayonnaise, Ketschup, garniert mit Salat und Tomaten Räder.

Das Fleisch kommt auf den Grill, (das ist der gesunde Teil)Schinken , Speck kurz in die Pfanne in Fett anbraten, das Spiegelei wird gesalzen , die Pommes die im heißen Fett schwimmen werden nachdem sie abgetropft sind..... gesalzen,  Muzzarella  hat etwa 2,8  g/100g Salz (nicht zu verwechseln mit Mozzarellla).....Der Mayonaisensalat hat bestimmt alles im Überfluss was man nicht auf den Tischen der Restaurants haben möchte. Salz, Pfeffer, Mayonnaise, Ketschup......
Das alles bekommt noch extra Mayonaise und Ketschup für die Pommes.

Laut Dekret muss das Lieblingsgericht der Uruguayer dringend von der Speisekarte verschwinden und aus allen Imbissstuben genommen werden. Dann gut leserlich    

 Chivitos gefährden ihre Gesundheit!      

Was heißt Imbissstuben? Um Himmels Willen. Nur nicht! Da lauern alle Gefahren von ungesundem salzigen Essen. Schließen! Oder gleich mit Riesenaufschrift...Imbisstuben gefährden ihre Gesundheit.



Aber es gibt Rettung für den gesundheitsbewussten Menschen. Er bestellt sich einen Chivito und fummelt die bunten Erbsen und Möhren aus dem Salat, tupft sie mit Servietten ab und genießt sie einzeln, kellert die Tomaten und Salatblätter hervor und schiebt sie hinterher. Fertig!

Man könnte auch  die Pommes in beschichteter Pfanne anwärmen und ungesalzen lassen, das Spiegelei in Rührei verwandeln ohne Fett und Salz in einer beschichteten Pfanne geben. Auch das Fleisch könnte man so zubereiten. Schinken, Käse und Speck weglassen und natürlich kein Mayo oder Ketschup nehmen. 

Kommt echt lecker.

Nur würde ich das gar nicht essen selbst wenn es umsonst wäre. Wabbelige Kartoffelstreifen....a...ja!

Bin echt gespannt wie man aus dieser Nummer wieder raus kommt.  Als wenn die gesamte Bevölkerung ihr Essen außerhalb ihrer vier Wände einnehmen würde. Stelle mir gerade den Gaucho vor, wie er Torta frita macht. Wahlweise mit Salz oder Zucker unter dem zig Sterne Restaurant......  

2 Kommentare:

  1. Gesund ist aber kein Chivito und den gibt es ja auch als übergroßen Hamburger. Braucht man das wirklich? Finde gesundes Essen lernt man schon im Elternhaus. Da wird es vor gelebt. Noch kochen unsere Kinder nicht ihr Essen selber. Aber ich verstehe nicht, dass man auch bei Schulspeisen von Verkauf spricht. Oder wie soll man sich das vorstellen. Wie in der Mensa? Kantinen?

    LG

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  2. Mit dem Verkauf muss ich mich noch mal schlau machen.Habe es auch gelesen.

    In der Vorschule bekommen die Kinder was mit.Mal bringt einer Milch oder Wasser oder Äpfel mit, das spricht man wohl ab. Aber das ist für manche Eltern unerschwinglich. Man darf nicht von Deutschland ausgehen. Warum der Ton oft arrogant klingt verstehe ich nicht. Die Gnade der Geburt? Uruguay hat für ein lateinamerikanisches Land viel geschafft. Respekt. Sage es immer wieder , wir befinden uns in einem Schwellenland. Uruguay ist ein Rechtsstaat. Hier gibt es Schulpflicht und nur ganz wenige können nicht schreiben oder lesen. Aber hier gibt es eine wirtschaftliche Schere. Von der Blechhütte bis zum Prachtbau alles vorhanden. Nur für die meisten Familien ist es schwierig über die Runden zu kommen. Tiago, den wir seit der Geburt begleiten, ist nun 5 Jahre alt und da gibt es gebrauchte Schuluniformen. Man hat sich nur eine neue Schleife geleistet. Dabei sind die weißen Kittel sehr billig. Das ewige Mitbringen von Sachen, wie auch Toilettenpapier, ist oft eine aufwendige Sache. Tiago hat schon mit 3 Jahren die ersten Tortas fritas gemacht. Konnte kaum laufen da musste er den Müll raus bringen. Das war aber nicht schlimmes denn nur wenn man es schon kann, darf man. Man hat ein wenig gemogelt bei der ersten Mülltüte, denn er konnte noch nicht richtig alleine laufen. Schätze die Mutter hat Kind und Müll geschliffen. Aber dann wird man gelobt und motiviert. Alle freuen sich. Ob das so ist wie mit dem Glauben am Weihnachtsmann, das nur ein paar Jahre funktioniert, weiß ich nicht. In vielen Familien wird das gekocht was man sich leisten kann. Wenn es einseitig ausfällt, ist es wirklich ungesund. Habe erlebt wie die Großmutter öfter keinen Hunger hatte weil es für alle nicht gereicht hätte. Trotzdem gibt es hier eine Hintertür. Viele Familien haben Verwandte auf dem Land. Somit gibt es auch zu essen und viele Feste. Dann kann man auf dem Markt preiswerte Saisonware kaufen. Leider ist in diesem Jahr durch den vielen Regen gerade Gemüse ersoffen.
    Kenne es auch aus anderen Ländern das man bei Kantinen bestimmte Auflagen hat. Nur muss es sich rechnen.
    Mir geht es darum, das Salz und Fette wichtig für die Gesundheit ist. Diese Light Produkte eine Fehlerziehung ist. Lieber FDH und alles natural. Aber es stimmt schon, man bekommt hier sau schlecht naturbelassenen Joghurt. Aber das sind Wege von umdenken. Und ein gut gemachtes Chivito bringt einen nicht um. Das kann echt lecker sein. Nur täglich die Kombination, könnte schief gehen. Das gilt aber für alle Lebensmittel.

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