Der
im Zusammenhang mit der Flüchtlingsdiskussion verwendete Begriff
"Gutmensch" ist zum Unwort des Jahres 2015 gewählt worden. Das teilte
die Jury der sogenannten Sprachkritischen Aktion in Darmstadt mit. Mit
dem Begriff werde das Engagement für Flüchtlinge pauschal diffamiert.
Als
"Gutmenschen" wurden im vergangenen Jahr insbesondere diejenigen
beschimpft, die sich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagieren
oder sich gegen Angriffe auf Flüchtlingsheime stellen, wie die Jury
erklärte. Mit dem Vorwurf "Gutmensch" würden ebenso wie mit den
Begriffen "Gutbürger" oder "Gutmenschentum" Toleranz und
Hilfsbereitschaft "pauschal als naiv, dumm und weltfremd, als
Helfersyndrom oder moralischer Imperialismus diffamiert".
Der
Ausdruck "Gutmensch" floriert den Sprachexperten zufolge nicht mehr nur
im rechtspopulistischen Lager als "Kampfbegriff", sondern werde auch
von Journalisten in Leitmedien als Pauschalkritik an einem "Konformismus
des Guten" benutzt. Die Verwendung des Ausdrucks verhindert nach
Auffassung der Jury somit einen demokratischen Austausch von
Sachargumenten.
Die
Jury der Sprachkritischen Aktion besteht aus vier
Sprachwissenschaftlern verschiedener Universitäten und einem
Journalisten. In diesem Jahr wurde sie durch den Kabarettisten Georg
Schramm ergänzt.
Die
Mitglieder wählen aus Vorschlägen aus, die ihnen zugeschickt werden. Im
vergangenen Jahr war das von Anhängern der fremdenfeindlichen
Pegida-Demonstrationen verwendete Schmähwort "Lügenpresse" zum Unwort
des Jahres gewählt worden.
Finde das gut aber es stört mich nicht ein "guter Mensch" zu sein. Fühle mich dabei sehr wohl. Brauche keinen Pauschalhass. LG
AntwortenLöschenBin froh als Gutmensch betitelt zu werden. Besser als Hassmensch.
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