TV-Doku „Dunkles Deutschland“ Die neue Rechte marschiert
Im Ersten läuft eine Dokumentation, die zeigt, wie und wo
und mit wem sich in Deutschland Fremdenhass formiert. Die Front reicht
von NPD über Pegida bis zur AfD: „Dunkles Deutschland“ ist ein Lehrfilm
über die neue Rechte.
12.10.2015,
In
Meißen sind Flüchtlinge nicht willkommen. Ihnen schlägt vielmehr der
blanke Hass entgegen. „Nein zum Heim“, lautet der Slogan der NPD.
„Nein zum Heim“ sagen Bürger, die bei den Aufzügen mitlaufen. Hier
kommt zusammen, was sich zusammengehörig fühlt: Neonazis, NPD, Pegida,
AfD. Die neue Rechte marschiert. Und das Flüchtlingsheim in der
Rauhentalstraße geht in Flammen auf. In dieses Haus sollten Familien aus
Syrien und Afghanistan einziehen.
Vereint im Hass gegen alles Fremde
„Der rassistische Protest entwickelt sich zu einem Extremismus der Mitte. Das heißt: Neonazis und vermeintlich besorgte Bürger vereinen sich im Hass auf alles Fremde“, sagt der Rechtsextremismus-Forscher Hajo Funke von der FU Berlin. In Meißen bestimme der rechte Mob schon das gesellschaftliche Klima, weil die politische Elite wegschaue. Noch mit dem ausgebrannten Flüchtlingsheim im Rücken kann der örtliche CDU-Landrat „rechte Umtriebe“ nicht erkennen. Der Bauunternehmer Ingolf Brumm kann das sehr wohl: Er richtet das Flüchtlingsheim her, wird persönlich bedroht und sieht sich alleingelassen. Sein Haus wird gleich zweimal angegriffen.Ein Gasthaus brennt auch im bayerischen Reichertshofen, wo sich eine Bürgerinitiative dagegen wendete, 125 Flüchtlinge anzusiedeln. Hier versetzt der Brandanschlag den Nachbarn wenigstens noch einen gelinden Schock und weiß die örtliche Politik zu vermitteln. Statt 125 Flüchtlingen soll eine halb so große Gruppe kommen. In Dortmund wiederum sind die Kräfteverhältnisse umgekehrt: Ein harter Kern von sechzig Neonazis marschiert im gesamten Ruhrgebiet regelmäßig auf, um Gewalt zu provozieren, etwa bei der Ankunft von Flüchtlingen am Bahnhof. Doch muss sich die rechte Truppe ein um das andere Mal zurückziehen - Bürger, Politik und Polizei stellen sich ihnen entgegen.
In Meißen konnte Ingolf Brumm dieser Tage die Flüchtlingsfamilien doch noch willkommen heißen. Zum Einzug gibt es Brot und Salz, auch der Nachbar, der für die Rechte im Stadtrat sitzt, ist eingeladen. Der sagt auf die Frage, wie es weitergeht: Das kommt darauf an, wie sich die Flüchtlinge gebärden. Dass es darauf ankommt, wie sich die Einheimischen verhalten, sagt er nicht.
Es ist nur peinlich. Man muss zwar die Ängste wahrnehmen und besser aufklären. Aber es ärgert mich schon, dass man 16 Millionen Ostdeutsche integriert hat und gerade dort geht diePost ab. Einige meinen noch heute man müsste in die Stagnation. Da möchten einige wieder ins Dunkeldeutschland. Mitläufer haben eine Mitverantwortung. Was rechtfertigt mit Nazis zu demonstrieren. Schäme mich Deutscher zu sein, wenn ich sehe, dass man aus der Geschichte nichts gelernt hat. Liebe Deutschland, wenn ich die Bereitschaft sehe, wie Menschen einfach nur helfen. LG
AntwortenLöschenHeute haben einige ihr Zeichen gesetzt. Berlin...8000 Menschen mit Kerzen und anderen Lichtern eine Lichterkette zu machen. Sieht so aus als würden es mehr. Man braucht 25000 um eine geschlossene Kette quer durch Berlin zu schaffen. Aber das Signal ist da. Wäre dabei wenn ich noch in Berlin leben würde.
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