Unter den lateinamerikanischen Staatschefs ist Uruguays Präsident José
»Pepe« Mujica der Star des Internets. Auf diversen Seiten und natürlich
bei Facebook gibt es rührende Geschichten über seinen einfachen
Lebensstil und sein kleines Auto, das er den noblen Regierungskarossen
vorzieht. In wenigen Monaten, im März 2015, scheidet er aus seinem Amt
als Präsident von Uruguay aus, und manche wollen ihm für sein Wirken den
Friedensnobelpreis verleihen. Doch davon will er nichts hören. Im
Gespräch mit der spanischen Tageszeitung El Mundo betonte er jetzt, er
werde eine solche Auszeichnung »unter den gegenwärtigen Bedingungen in
der Welt« nicht annehmen: »Der Kalte Krieg wurde oft kritisiert, und
natürlich waren das keine goldenen Jahre – aber sie waren sehr viel
geordneter als die Katastrophe, die wir heute erleben. Immerhin gab es
damals Telefone, und die Typen haben miteinander geredet, es gab
Spielregeln. Heute herrscht Wahnsinn. Hört mir auf mit dem Kalten Krieg,
denn wir haben den Heißen Krieg – die Konflikte in der Ukraine, in
Libyen, im Irak, ganz zu schweigen von Syrien, Palästina oder Afrika.«
Mujica hätte auch sagen können, daß er nicht in einer Reihe mit anderen Nobelpreisträgern wie US-Präsident Barack Obama oder der Europäischen Union stehen wolle. Aber dazu ist er zu höflich. Statt dessen schrieb er »denen, die Europa führen«, ins Stammbuch, sie sollten den »Unsinn« sein lassen, den sie derzeit veranstalten, »und die elementaren Regeln der Geopolitik verstehen«, nämlich niemals vom anderen etwas zu verlangen, was dieser nicht geben kann. Was »Europa« derzeit veranstalte, sei eine »Provokation des alten Rußland direkt vor dessen Tür«.
Können wir nicht vielleicht einen Tausch machen und Mujica zum neuen Bundespräsidenten machen? Aber wir hätten im Gegenzug nur Gauck anzubieten – und wer will den schon haben? (scha)
Mujica hätte auch sagen können, daß er nicht in einer Reihe mit anderen Nobelpreisträgern wie US-Präsident Barack Obama oder der Europäischen Union stehen wolle. Aber dazu ist er zu höflich. Statt dessen schrieb er »denen, die Europa führen«, ins Stammbuch, sie sollten den »Unsinn« sein lassen, den sie derzeit veranstalten, »und die elementaren Regeln der Geopolitik verstehen«, nämlich niemals vom anderen etwas zu verlangen, was dieser nicht geben kann. Was »Europa« derzeit veranstalte, sei eine »Provokation des alten Rußland direkt vor dessen Tür«.
Können wir nicht vielleicht einen Tausch machen und Mujica zum neuen Bundespräsidenten machen? Aber wir hätten im Gegenzug nur Gauck anzubieten – und wer will den schon haben? (scha)
Quelle:Junge Welt
Den letzten Satz hätte man sich sparen können...typisch deutsch. Ich liebe unseren Pepe. Er ist Beispielhaft.
Gauck kann entsorgt werden............., den will echt keiner.
AntwortenLöschenUps, ist er wirklich so schlimm? Habe schon einige durch ..Heinrich Lübke ...oh mein Gott...Richard von Weizäcker, den hab ich wirklich gemocht. Fast alle kamen aus der CDU....fand das schon witzig das Gauck parteilos ist. Verstehe eh nicht was der Posten soll. Braucht man ihn wirklich? Aber deswegen kann man doch höflich sein. Auch wenn ich einen Pepe lieber überall sehen würde.
AntwortenLöschenZumindest wäre er hier fantastisch. Bekäme ein höheres Gehalt und könnte noch mehr für Arme tun. Er und der Papst wären ein gutes Team.
AntwortenLöschenLG
Stimmt..habe so was auch noch nicht erlebt aber genieße es. Bin evangelisch und lese alles über den Papst.Ich liebe diese Menschen, die nicht nur an sich denken. Allerdings sind diese Beiden was ganz besonderes. In verschiedenen Welten und doch verwandt.Nicht nur geografisch.
AntwortenLöschen