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Mittwoch, 11. September 2013

Charly23



Floh, mit dem fast angewachsenen Ball

Sunny, mit zwei Katzen auf dem Rückweg. Genau da wo Rama läuft, tauchte Charly auf



Fast jeden Tag bringe ich mit Floh und einigen Katzen den Müll weg.

Ist nicht so schlimm wie in Spanien wo wir die Mülltüten zum Dorf fahren mussten um sie in Container zu schmeißen.Besonders im Hochsommer konnte man nur mit offenem Fenster fahren um nicht in Ohnmacht zu fallen oder gleich nach draußen zu reiern. Allerdings durfte man  nur zu bestimmten Zeiten den Müll entsorgen um Ratten abzuhalten. Grüble immer noch, einmal im Jahr, was die Nummer sollte. Denn weder waren die Container in Ordnung, meistens ohne Deckel und mit Knickbeine, noch waren sie in der Nacht im Dunklen. Sie standen fast immer im Scheinwerferlicht. Genau das mögen Rattengetiere...nicht! Aber vielleicht haben ja die schlauen Ratten und Dumfbackmandelmäuse lesen können. Überall hingen diese Schilder herum.......  Von dann bis dann verboten den Müll zu entsorgen...........war vielleicht die Idee eines Deutschen. Auch da war die Floh schon dabei und sprang immer freudig um die Abfälle des Lebens.



Hier in Uruguay haben wir nun auch Container mit Schilder deutscher Herkunft. Sind auch nicht besser. Von Knickräder bis Klemmdeckel alles vorhanden.

Noch vor ein paar Monaten konnten wir den Müll in hohen Körben vor´s Haus bringen. Wie jeder einen Briefkasten hat, hatte man auch solch einen Korb. Pfiffig...Hunde konnten somit den Müll nicht erreichen. Es sei denn eine Katze half. Meine Katzen waren immer echte Sozialfuzzis. Pobre Perros und schon begann die Teamarbeit.Katze oben, Hunde unten und nun schubste die Katze die Tüten runter.

Jetzt muss ich 30 Meter gehen. Zuerst kamen nur die Hunde mit. Beutel in die Plastikschachtel auf Rädern und weiter zum RÌo de la Plata. Bald schlossen sich ein paar Katzen an. Irgendwann ging ich mit 2 Hunden und 10 Katzen den Weg. Die Uys brachen zusammen. Was ich da schon alles erlebt habe. Beinahe Autounfälle, Menschen die mich angesprochen haben wie das funktioniert. In Uy denkt man das Hunde und Katzen nicht miteinander können. Menschen, die hinter den Fenstern schon auf unsere Truppe warten. Wohl bemerkt...wären es 10 Hunde und 2 Katzen , hätte es den Uy nicht  gewundert.

Heute war ich wieder auf der Mülltour. Floh und 8 Katzen. Zwei Katzen lagen platt weil es sehr heiß war.

Beim Rückweg stand auf einmal Charly vor uns. Wir waren alle baff. Er versuchte Kontakt aufzunehmen.  Er schnatterte wieder.Diesmal hatte es den Klang einer Ente. Die Rasselbande verhielt sich zurückhaltend. Außer Shanti, die ging auf ihn zu und schnupperte. In dem Moment war jedes Geräusch störend. Als wollte man den Atem anhalten.Auch ich ging näher auf ihn zu aber er schnatterte nun wie eine Gans. Habe solche Geräusche bei einer Katze noch nicht gehört. Schätze die Katzen auch nicht und verdrückten sich..

Wieder mal versuchte ich das Tier zu beobachten. Rutschte auf allen Vieren durch das Gestrüpp und musste einsehen, dass er mich mindestens roch oder/und hörte.. Also rannte ich aufs Dach und versuchte ihn von oben zu sehen. Da war er auch und schaute mich an, als hätte ich eine Vollmeise. Schmiss ihm Trockenfutter runter und zog mich zurück. Bevor ich wieder im Haus war sah ich noch, dass er relativ schnell zum Futter wetzte.

Keine Ahnung wie viele Kapitel Charly noch mit uns erlebt. Aber er sah heute richtig gut aus.Bleibe bei ER, auch wenn ich es vielleicht nie erfahren werde.

1 Kommentar:

  1. Charly ist noch ein paar mal zum futtern gekommen. Seit dem Unwetter nicht mehr. Schaue immer nach ihm.

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