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Freitag, 13. Februar 2026

Uruguay, meine zweite Heimat


 Es ist nicht selbstverständlich ein  fremdes Land,  weit weg von eigenem Geburtsort, als Heimat zu empfinden. Aber Uruguay hat eine Mischung aus europäischen Wurzeln, die auch gepflegt werden. Bin noch immer irritiert das wir die selbe Musik trällern, wenn auch in verschiedenen Sprachen. Mein nun fast 4 jähriges Leben in  einer Uy-Familie hat viele Facetten. Nichts ist DEUTSCH!  Erlebe seit Jahren eine Harmonie, die ich nie für möglich gehalten habe. Eine enorme Wertschätzung der Familie. Tradición wird gelebt. Aber auch hier hat sich vieles verändert . Die Zeit ist nie stehen geblieben aber man hat andere Wertigkeiten. Kenne ich von meiner Kindheit nicht. Da war alles geregelt. Wer auch immer diese Regeln gemacht hat, hat Kindern keinen Raum gegeben.
sich auszuprobieren oder einfach zu träumen. Rede von meiner Generation! Hier gibt es auch Regeln aber  man hört den Kindern zu. Sie werden geliebt. Wenn Kinder auftauchen, bekommen Männer wie Frauen den besonderen Blick...Divino!!!! 

Der Blick von unserem Sommerdomizil. 

Romantik pur. Wir genießen es. 


Mein Auswandern mit meinem Ehemann war eine Idee noch mal durchzustarten wo andere sich schon in eine Altersheim-Warteliste eintrugen. Unser Motto, da hinziehen wo andere Urlaub machen. Das ist uns gelungen. Leider hat nein Mann es keine 10 Jahre erlebt. Davor hatten uns viele gewarnt. Was ist wenn was passiert? Aber es ist genau das passiert was in Deutschland auch passiert wäre. Denn das Gesundheitssysthem ist zwar hier anders aber sehr gut. Wir müssen alle sterben, dann doch  mit einem positiven Abschluss. Für mich ist der Gedanke in ein Altersheim zu müssen, unerträglich. Das gilt für mich, denn viele Senioren begrüßen eine neue Gemeinschaft. Hier in Uruguay gibt es auch solche Heime. Zwei Formen, eine die für alle erschwinglich ist und eine die für viele unerschwinglich ist. Aber die  meisten leben bis zum Schluss bei der Familie. Habe es voll erlebt, beim Angebot meines Hauses. Familien von mindestens drei Generationen walzten sich durch das Gebäude und suchten es nach Schlafzimmern ab. Dachte drei wären schon gut...nix da,,,zwei mussten immer ebenerdig sein. Das für den Käufer der Immobilie und eins für die Großeltern. Abgesehen von den Treppen zum Grundstück, die für manche Oldies schon eine Herausforderung waren, weigerten sich alle die halbe Treppe rauf in den ersten Stock zu gehen.  Da war ein  kleines Apartment mit Bad und Terrasse. Das Domizil meiner Schwiegermutter. Vielleicht ist sie deswegen 103 Jahre alt geworden weil Treppen für sie keine Herausforderung waren. Auch sie hat sich hier sofort wohl gefühlt.



Für mich ist Uruguay wirklich ein nach Hause zu  kommen.

2 Kommentare:

  1. Hallo liebe Difi, das sehe ich genauso. Für mich ist vollkommen klar, das ich meine eigene Lebensphilosophie nicht an einer Heimtüre abgeben will.
    Außerdem fordern neue Voraussetzungen auch immer wieder zu neuen Entscheidungen heraus.
    Ich bereue meine Auswanderung in keiner Weise, ich genieße jeden Tag, mein Leben jeden Tag neu zu meistern.
    Du kennst doch noch den Spruch: wer rastet der rostet.

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    1. Freut mich . Hatten gerade heute einen fantastischen Tag. Haben nicht nur die liebsten Freunde beim Shopping getroffen, sondern auch Familienmitglieder. Somit landeten wir nachdem drei Generationen Karten gespielt hatten am Grill. Nicht auf den Grill. Improvisation ist hier normal. Wichtig man genießt die Situation. Und das können die Uy,s.

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