AFP
Do., 14. Nov. 12:46 GMT-3
Maduro hatte die jüngsten Ereignisse in Bolivien, die am Sonntag zum Rücktritt von Morales geführt hatten, als "Staatsstreich" verurteilt.
In Bolivien war ein Machtvakuum entstanden, nachdem der unter Druck geratene Morales nach wochenlangen Protesten zurückgetreten war. Añez war am Dienstag schließlich als Interimspräsidentin vereidigt worden. Sie hatte sich zuvor mit Zustimmung des Verfassungsgerichts selbst als Übergangspräsidentin ernannt, nachdem das Parlament nicht die für eine Wahl nötige Beschlussfähigkeit erreicht hatte. Laut bolivianischer Verfassung muss Áñez nun ihre Regierung ernennen und innerhalb von 90 Tagen Neuwahlen organisieren.
Auslöser der Krise in Bolivien
war die umstrittene Präsidentenwahl vom 20. Oktober. Der offiziell
verkündete Wahlsieg des indigenen Staatschefs Morales bereits in der
ersten Runde wurde von der Opposition als Betrug angeprangert und nicht
anerkannt. Auch die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) hatte
wegen schwerwiegender Unregelmäßigkeiten gefordert, die Wahl für
ungültig zu erklären.
Der venezolanische Oppositionsführer Guaidó liefert sich seit Monaten
einen Machtkampf mit Maduro. Im Januar hatte er sich zum
Übergangspräsidenten erklärt. Der Oppositionspolitiker wird von mehr als
50 Staaten als Staatschef anerkannt, unter ihnen Brasilien und
Deutschland.
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