Im Norden von Kalifornien bedrohen Wald- und Buschbrände
die Bewohner. Mindestens zehn Menschen starben, Tausende sind auf der
Flucht.
Quelle: ZEIT ONLINE, dpa, AFP, AP, cck
Bei schweren
Waldbränden im US-Bundesstaat Kalifornien sind mindestens zehn Menschen
getötet worden. Gouverneur Jerry Brown rief den Notstand für insgesamt
acht Bezirke aus; mehr als 20.000 Menschen mussten ihre Häuser
verlassen. Viele Menschen seien verletzt worden und einige würden
vermisst,
sagte Ken Pimlott, Direktor der kalifornischen Behörde für Forstwesen
und Brandschutz. Das Gebiet nördlich der Bucht von San Francisco ist vor
allem als Weinanbaugebiet bekannt.
Mehr als 2.000 Häuser
seien bereits zerstört, Tausende weitere seien
bedroht, schrieb der Gouverneur in einem Brief an US-Präsident Donald
Trump. Er rechne mit weiteren Toten. Brown forderte Trump auf, den
Katastrophenfall zu erklären, um Bundesmittel
freizugeben. Die Brände zählen zu den verheerendsten, die Kalifornien
bislang erlebt hat. Warum sie ausbrachen, ist nicht bekannt.
Mehr als ein Dutzend Brände
Der
Bezirk Sonoma, nördlich von San Francisco gelegen, ist besonders stark
betroffen. Die Polizei schrieb auf Twitter, es habe dort sieben Tote
gegeben. Laut der Feuerwehr starben zwei Menschen im Bezirk Napa und
einer im
Bezirk Mendocino.
In der Gegend um den
Ort Fountain Grove wurden mehrere Hundert Wohnhäuser vollständig
zerstört, in einem
Straßenzug blieben von den Gebäuden nur die Schornsteine der Häuser
übrig. Das Feuer ließ Glasscheiben und die Aluminiumfelgen der Autos
schmelzen. Einwohner berichteten, sie seien von der Geschwindigkeit des
Feuers überrascht worden. Sie kamen zunächst in Notunterkünften unter.
In Santa Rosa wurde aus Angst vor Plünderer eine Ausgangssperre
verhängt.
Nach Angaben der
Feuerwehr wurden seit Sonntagabend rund 32.000 Hektar Land durch über
ein Dutzend Brände zerstört. Begünstigt durch starke Winde und
Trockenheit breiteten sich die Feuer rasch aus. Die Behörden sperrten
mehrere Autobahnen und Straßen. In Schulen und
Kirchen wurden Notaufnahmezentren eingerichtet.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen