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Freitag, 8. April 2016

Forscher entwickeln neue Falle für Zika-Mücke

die Ägyptische Tigermücke überträgt Zika 

 die Ägyptische Tigermücke überträgt Zika  

Im Kampf gegen die Zika-Epidemie haben Wissenschaftler eine neuartige Falle für die Mücken entwickelt, die das gefährliche Virus übertragen. Wie die Zeitschrift "The Zika & Arbovirus Outbreaks channel" in ihrer neuen Ausgabe berichtet, wird die Falle aus alten Autoreifen gebaut und ist sehr preiswert - die Kosten der Anti-Zika-Kampagne lassen sich damit also womöglich deutlich senken.
In der Falle werden die Eier der Ägyptischen Tigermücke gesammelt, die nicht nur Zika, sondern auch das Dengue-Fieber überträgt. Diese Eier werden dann eingesammelt und vernichtet. Die neue Vorrichtung wurde dem Bericht zufolge bereits zehn Monate lang erfolgreich in Guatemala getestet.


Die von kanadischen und mexikanischen Wissenschaftlern entwickelte Falle wird der Zeitschrift zufolge aus zwei 50 Zentimeter langen Stücken alter Autoreifen in Form eines kleinen Schiffes zusammengebaut. Durch ein Ventil wird eine giftige Flüssigkeit auf der Basis von Milch eingelassen. Auf die so entstandene Lache wird ein Stück Holz oder Papier gelegt, auf dem sich die Mücken niederlassen.
Das Stück Holz oder Papier wird nach Angaben der Wissenschaftler zwei Mal in der Woche eingesammelt und auf Eier untersucht. Die Eier werden verbrannt oder mit Ethanol vernichtet. Die weiblichen Mücken hinterlassen in der Flüssigkeit weibliche Lockstoffe, die wiederum weitere Mücken anziehen.
Die Falle kostet nach Angaben der Forscher nur 3,50 Dollar (rund drei Euro). Sie sei effektiver als die Fallen, die bisher im Kampf gegen Zika eingesetzt würden. Während des Tests in der guatemaltekischen Kleinstadt Sayaxché seien 18.000 Eier monatlich zerstört worden, die in 84 Fallen gesammelt worden seien. Im selben Ort seien mit anderen Fallen nur 2700 Eier im Monat gesammelt worden.
Das Zika-Virus grassiert seit Monaten vor allem in lateinamerikanischen Ländern. Am stärksten betroffen ist Brasilien. Für Erwachsene ist das Virus meist harmlos, doch kann es im Fall einer Infektion während der Schwangerschaft bei Babys zu Mikrozephalie führen. In diesem Fall werden die Kinder mit ungewöhnlich kleinem Kopf geboren, was zu Gehirnschäden und Entwicklungsverzögerungen führen kann.

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