die Ägyptische Tigermücke überträgt Zika
Im
Kampf gegen die Zika-Epidemie haben Wissenschaftler eine neuartige
Falle für die Mücken entwickelt, die das gefährliche Virus übertragen.
Wie die Zeitschrift "The Zika & Arbovirus Outbreaks channel" in
ihrer neuen Ausgabe berichtet, wird die Falle aus alten Autoreifen
gebaut und ist sehr preiswert - die Kosten der Anti-Zika-Kampagne lassen
sich damit also womöglich deutlich senken.
In
der Falle werden die Eier der Ägyptischen Tigermücke gesammelt, die
nicht nur Zika, sondern auch das Dengue-Fieber überträgt. Diese Eier
werden dann eingesammelt und vernichtet. Die neue Vorrichtung wurde dem
Bericht zufolge bereits zehn Monate lang erfolgreich in Guatemala
getestet.
Die
von kanadischen und mexikanischen Wissenschaftlern entwickelte Falle
wird der Zeitschrift zufolge aus zwei 50 Zentimeter langen Stücken alter
Autoreifen in Form eines kleinen Schiffes zusammengebaut. Durch ein
Ventil wird eine giftige Flüssigkeit auf der Basis von Milch
eingelassen. Auf die so entstandene Lache wird ein Stück Holz oder
Papier gelegt, auf dem sich die Mücken niederlassen.
Das
Stück Holz oder Papier wird nach Angaben der Wissenschaftler zwei Mal
in der Woche eingesammelt und auf Eier untersucht. Die Eier werden
verbrannt oder mit Ethanol vernichtet. Die weiblichen Mücken
hinterlassen in der Flüssigkeit weibliche Lockstoffe, die wiederum
weitere Mücken anziehen.
Die
Falle kostet nach Angaben der Forscher nur 3,50 Dollar (rund drei
Euro). Sie sei effektiver als die Fallen, die bisher im Kampf gegen Zika
eingesetzt würden. Während des Tests in der guatemaltekischen
Kleinstadt Sayaxché seien 18.000 Eier monatlich zerstört worden, die in
84 Fallen gesammelt worden seien. Im selben Ort seien mit anderen Fallen
nur 2700 Eier im Monat gesammelt worden.
Das
Zika-Virus grassiert seit Monaten vor allem in lateinamerikanischen
Ländern. Am stärksten betroffen ist Brasilien. Für Erwachsene ist das
Virus meist harmlos, doch kann es im Fall einer Infektion während der
Schwangerschaft bei Babys zu Mikrozephalie führen. In diesem Fall werden
die Kinder mit ungewöhnlich kleinem Kopf geboren, was zu Gehirnschäden
und Entwicklungsverzögerungen führen kann.
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