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Samstag, 17. Oktober 2015

Ein leuchtendes Zeichen quer durch Berlin..


 Lichterkette für Flüchtlinge 2 (Quelle: dpa)

 

Auf den Pegida-Demos in Dresden und anderwo verschärft sich der Ton gegenüber Flüchtlingen. Dagegen wollten viele Berliner ein Zeichen setzen. Sie bildeten eine rund 30 Kilometer lange Lichterkette mit Kerzen und Taschenlampen. Doch die Kette hatte Lücken, weil statt der erhofften 30.000 nur rund 8.000 Teilnehmer kamen.

Mit einer rund 30 Kilometer langen, teilweise lückenhaften Lichterkette quer durch Berlin haben viele Berliner am Samstagabend ein Willkommenszeichen für Flüchtlinge gesetzt. Der Organisator und Pfarrer Peter Kranz sprach zunächst von etwa 20.000 bis 25.000 Teilnehmern. Die Polizei zählte jedoch nur rund 8000 Teilnehmer. An einigen Stellen standen die Menschen sehr dicht, andernorts taten sich auch dagegen Lücken auf. "Es ist ein kleiner Wehrmutstropfen, dass die Kette nicht geschlossen werden konnte, aber wir sind trotzdem froh, dass so viele Menschen da waren", sagte Mit-Organisator Markus Blanke dem rbb.

Die Lichterkette wurde für rund 15 Minuten auf der West-Ost-Achse zwischen Staaken am westlichen Berliner Stadtrand und Kaulsdorf im Osten gestaltet. Unter dem Hashtag #Lichterkette twitterten viele Teilnehmer Bilder, die eine geschlosssene Kette zeigen. Im Ortsteil Spandau hätten an einigen Stellen nicht besonders viele Menschen gestanden, sagte Blanke. Voll sei es hingegen in Mitte am Alexanderplatz, am Brandenburger Tor und an der Siegessäule sowie am Ernst-Reuter-Platz gewesen.



Die Flüchtlinge kommen aus purer Not

Eine Lichterkette sei das friedlichste Zeichen, das er sich als öffentliche Demonstration vorstellen könne, erklärte der pensionierte Pfarrer vorab. Er hatte zur der Aktion aufgerufen, weil die Stimmung in Deutschland offensichtlich gekippt sei. "Vor einem Monat waren über 60 Prozent den Flüchtlingen positiv gegenüber eingestellt, 40 Prozent nicht. Jetzt hat sich das umgekehrt", bedauerte Kranz. 

Dagegen solle mit der Lichterkette ein Zeichen gesetzt werden. Kranz zitiert Artikel 3 der UN-Menschenrechts-Charta: "Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person." Darum gehe es die Flüchtlingen. "Sie kommen nicht für die Segnungen der Sozialhilfe unseres Staates, sondern aus purer Not - aus Angst um Leib und Leben. Die Diskussion über die Kürzung monetärer Leistungen ist völlig fehl am Platze."

Anmerkung...
Schließe mich dem voll an. Wäre gut wenn Berlin von den Münchner lernen könnte wie man es  praktisch umsetzt. Oder von den Österreichern. Aber Berlin hat ein Herz, mein Berlin.

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