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Montag, 9. Februar 2015

Neuer Pegida Witz.....

 "Schleswig-Holstein darf im rechten Deutschland nicht dabei sein?"

......Panne bei Pegida-Nachfolger: Schleswig-Holstein auf Logo vergessen. Kathrin Oertel vor dem missglückten Logo ihrer neuen Bewegung "Direkte Demokratie für Europa".  (Quelle: dpa) 



Kathrin Oertel vor dem missglückten Logo ihrer neuen Bewegung "Direkte Demokratie für Europa". (Quelle: dpa)
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Fehlstart für die neue Bewegung von Kathrin Oertel. Zur ersten Demonstration des von ihr gegründeten Vereins "Direkte Demokratie für Europa" verirrten sich statt der angemeldeten 5000 nur knapp 500 Menschen. Und dann ist den Organisatoren auch noch eine folgenschwere Logo-Panne unterlaufen.



  Der Straßenprotest in Dresden flaut ab. Nach dem Zerfall der islamfeindlichen Pegida-Bewegung mobilisierte der daraus entstandene Verein "Direkte Demokratie für Europa" nur wenige Demonstranten. Die Organisatoren um Oertel hatten für Sonntagnachmittag zu einer Kundgebung auf dem Neumarkt nach Dresden eingeladen. Es versammelten sich jedoch nur einige hundert Menschen.

Und noch etwas fiel auf, als Oertel vor das Logo ihrer neuen Bewegung trat. Ausgeprägte Geographie-Kenntnisse waren bei den Gestaltern eher nicht vorhanden. Hinter dem "DDfE"-Schriftzug prangt inmitten eines blaugefärbten Europas eine hellblaue Deutschland-Karte, die seltsam amputiert aussieht.

 "Facebook"-Usern ist schnell aufgefallen, dass Dänemark ziemlich angewachsen ist, und zwar um große Teile Schleswig-Holsteins, das bei den "DDfE"-Organisatoren nicht mehr Teil Deutschlands ist. "Schleswig-Holstein darf im rechten Deutschland nicht dabei sein?", zitiert das "Hamburger Abendblatt" den hämischen Kommentar eines Users.

Dabei war der Verein "Direkte Demokratie für Europa" von ehemaligen Pegida-Organisatoren um deren Sprecherin Oertel erst gegründet worden, nachdem es in der rechtslastigen Pegida-Bewegung zum Streit um die Ausrichtung und den Gründer Lutz Bachmann gekommen war. Oertel kündigte an, aus einer Protestbewegung eine Reformbewegung machen zu wollen.
"Wir fangen wieder ganz von vorne an"

Sie ging bei der Kundgebung auch auf das Zerwürfnis unter den Pegida-Organisatoren ein. Sie bedaure es, dass Anhänger der rechtsextremen NPD durch die Veranstaltungen von Pegida wieder eine Plattform erhalten hätten. Sie sei auch von jenen enttäuscht, die auf Pegida-Demos "Lügenpresse" skandierten, sagte Oertel. Nach ihrer Darstellung will die neue Initiative "DDfE" ein "Sprachrohr des Volkes" sein und Gesprächsrunden für Bürger organisieren.

"Wir fangen wieder ganz von vorne an", bemerkte Oertel nicht nur mit Blick auf die überschaubaren Teilnehmerzahlen bei der ersten Veranstaltung. Später stellte sie einen sieben Punkte umfassenden Forderungskatalog vor. Dabei geht es unter anderem um Meinungsfreiheit, innere Sicherheit, ein Einwanderungsgesetz und Asyl. Von Islamisierung ist keine Rede mehr. Der neue Verein möchte alle zwei Wochen auf die Straße gehen und die Anhänger über den geeigneten Tag abstimmen lassen. Nur der Montag ist tabu - der solle "Pegida-Tag" bleiben, hieß es. 

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