Die
beiden Kühlregale im Laden von Alexander Krupezkow sind voller
Spezialitäten: französischer Camembert, daneben große Laibe
Parmigiano-Reggiano aus Italien, holländischer Gouda, englischer Cheddar
und Feta aus Griechenland. Gerade erst vor zwei Monaten hat der junge
Mann sein Käse-Feinkostgeschäft im Zentrum von Moskau eröffnet. Nun wird
er von den russischen Importstopps gegen westliche Lebensmittel,
darunter auch Milchprodukte, hart getroffen.
Die Nachricht der Sanktionen hat Krupezkow geschockt. Unter den kleinen Länderfähnchen, die aus den Käselaiben in seinen Kühlregalen ragen, ist die weiß-blau-rote Flagge Russlands nicht zu finden. "Ich habe keinen russischen Käse", sagt Krupezkow. "Ich biete eine Auswahl an europäischem Käse und natürlich werden meine Regale leer sein." Die russischen Importverbote seien für ihn ein "harter Schlag". Aber ans Aufgeben denkt er nicht.
Schwach gereifter Käse aus Frankreich, der innerhalb eines Monats verzehrt werden muss, ist vorerst nichts für sein Geschäft. Bei Hartkäse sieht es dagegen besser aus. Er reift im Laufe des Jahres - die Dauer der russischen Importverbote - noch nach. Glück hat Krupezkow auch mit Schweizer Käse, der nicht von den Sanktionen betroffen ist. Gruyère und Appenzeller wird er seinen Kunden also weiter anbieten können.
Viele Russen haben sich an Produkte aus dem Westen gewöhnt. Und noch sind die Regale in den Moskauer Supermärkten voll mit europäischem Käse, Fleisch, Fisch und Wein. EU-Angaben zufolge importiert Russland 35 Prozent der Lebensmittel, zehn Prozent davon kommen aus der Europäischen Union. Ökonomen warnen zwar, dass das Embargo zu höheren Preisen führt und so das schmale Einkommen des Durchschnittsrussen ebenso trifft. Dennoch zeigt eine am Freitag veröffentlichte Umfrage, dass die Bevölkerung voll hinter dem Kurs des Kreml steht.
Kommentar.....
Cool.....betraft Putin sein Volk als Gegenmaßnahme.... wie will der russische Landwirt das stemmen? Fortbildungs Kurse in der Schweiz? Hier in Uruguay gibt es Käseangebote bis zum Abwinken. Die Schweizer haben die Tradition mitgebracht. Aber der Käse schmeckt anders als die europäischen Produkte. Die Milch schmeckt schon anders. Leicht bitter. Hier sausen die meisten Kühe über die Weide und fressen das was aus dem Boden sprießt. Das kann man nicht in einem Jahr schaffen. Dann kann man wieder westliche Produkte essen und in der Zwischenzeit umgeht man die Sanktionen. ABBBEEERRR...... das kann sich nur der leisten der mindestens in der Mittelschicht hängt. Außerdem wird es sich drastisch verteuern. Wetten? Und wieder bezahlt der Verbraucher die Zeche. Denn was man in den letzten 100 Jahren nicht geschafft hat, soll jetzt ab sofort die Regale füllen? Selbst wenn sie Uruguay als neuen Käsepartner nehmen würden. Das braucht dann auch einige Zeit bis das läuft. Wir kaufen hier auch europäische Ware. Essen hat was mit Geschmack zu tun nicht nur Kalorienzählen. Bin gespannt wie das sich weiter entwickelt....
Die Nachricht der Sanktionen hat Krupezkow geschockt. Unter den kleinen Länderfähnchen, die aus den Käselaiben in seinen Kühlregalen ragen, ist die weiß-blau-rote Flagge Russlands nicht zu finden. "Ich habe keinen russischen Käse", sagt Krupezkow. "Ich biete eine Auswahl an europäischem Käse und natürlich werden meine Regale leer sein." Die russischen Importverbote seien für ihn ein "harter Schlag". Aber ans Aufgeben denkt er nicht.
Schwach gereifter Käse aus Frankreich, der innerhalb eines Monats verzehrt werden muss, ist vorerst nichts für sein Geschäft. Bei Hartkäse sieht es dagegen besser aus. Er reift im Laufe des Jahres - die Dauer der russischen Importverbote - noch nach. Glück hat Krupezkow auch mit Schweizer Käse, der nicht von den Sanktionen betroffen ist. Gruyère und Appenzeller wird er seinen Kunden also weiter anbieten können.
Viele Russen haben sich an Produkte aus dem Westen gewöhnt. Und noch sind die Regale in den Moskauer Supermärkten voll mit europäischem Käse, Fleisch, Fisch und Wein. EU-Angaben zufolge importiert Russland 35 Prozent der Lebensmittel, zehn Prozent davon kommen aus der Europäischen Union. Ökonomen warnen zwar, dass das Embargo zu höheren Preisen führt und so das schmale Einkommen des Durchschnittsrussen ebenso trifft. Dennoch zeigt eine am Freitag veröffentlichte Umfrage, dass die Bevölkerung voll hinter dem Kurs des Kreml steht.
"Aber für
Menschen wie mich, ist es sehr ernst", sagt der Käse-Händler Krupezkow.
"Ich habe keine Ahnung, womit ich Roquefort ersetzen kann." Während
Behördenvertreter beteuern, die Importverbote seien eine Chance für
heimische Produzenten, hilft das dem 27-Jährigen nur mäßig. Eine Kultur
der Käseproduktion gibt es in Russland nicht. Dennoch will sich
Krupezkow jetzt in seinem Heimatland auf die Suche nach Landwirten
machen, die Käse herstellen.
Sein Plan sei eigentlich gewesen, im
September Ausschau nach russischen Lieferanten zu halten. "Aber jetzt
ist das natürlich eine Top-Priorität geworden", gibt er zu. Auch auf
ausländischen Käse setzt er weiter: Einige Lieferanten haben ihm
versprochen, nach Wegen zu suchen, die Sanktionen zu umgehen. "Ich sehe
keinen Grund für Panik", sagt Krupezkow.Kommentar.....
Cool.....betraft Putin sein Volk als Gegenmaßnahme.... wie will der russische Landwirt das stemmen? Fortbildungs Kurse in der Schweiz? Hier in Uruguay gibt es Käseangebote bis zum Abwinken. Die Schweizer haben die Tradition mitgebracht. Aber der Käse schmeckt anders als die europäischen Produkte. Die Milch schmeckt schon anders. Leicht bitter. Hier sausen die meisten Kühe über die Weide und fressen das was aus dem Boden sprießt. Das kann man nicht in einem Jahr schaffen. Dann kann man wieder westliche Produkte essen und in der Zwischenzeit umgeht man die Sanktionen. ABBBEEERRR...... das kann sich nur der leisten der mindestens in der Mittelschicht hängt. Außerdem wird es sich drastisch verteuern. Wetten? Und wieder bezahlt der Verbraucher die Zeche. Denn was man in den letzten 100 Jahren nicht geschafft hat, soll jetzt ab sofort die Regale füllen? Selbst wenn sie Uruguay als neuen Käsepartner nehmen würden. Das braucht dann auch einige Zeit bis das läuft. Wir kaufen hier auch europäische Ware. Essen hat was mit Geschmack zu tun nicht nur Kalorienzählen. Bin gespannt wie das sich weiter entwickelt....

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