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Mittwoch, 8. Januar 2014

USA haben schlimmste Kälte wohl hinter sich


Alle Bundesstaaten außer Hawaii am Dienstag mit Frost


Die Menschen in den USA haben offenbar die schlimmste Kälte überstanden. Nach einem Dienstag mit historischen Tiefstwerten sagten Meteorologen nunmehr den Beginn einer Erwärmung voraus. Der Flugverkehr ist unterdessen weiter stark beeinträchtigt.
Der nationale Wetterdienst kündigte einen Anstieg der Temperaturen ab Mittwoch an, ohne jedoch Zahlen zu nennen. Für die östlichen zwei Drittel der USA werde mit einer "Erwärmung" gerechnet, hieß es auf der Webseite der Behörde. Die für die extreme Kälte verantwortlichen arktischen Luftmassen würden langsamer. Dennoch bleibe es kalt: Die Temperaturen werden demnach im nördlichen Teil des Mittleren Westens weiter unter dem Durchschnitt liegen.
Ganz Kanada und alle US-Bundesstaaten mit Ausnahme von Hawaii hatten am Dienstag Temperaturen unter dem Gefrierpunkt erreicht - also auch die sonnenverwöhnten Staaten Florida und Kalifornien. 49 US-Städte meldeten einen Kälterekord für einen 7. Januar. Der kälteste Ort der USA war Embarrass im Bundesstaat Minnesota mit minus 37 Grad Celsius. Die gefühlten Temperaturen lagen wegen eisiger Winde weit darunter.
Bei den nördlichen Nachbarn sah es nicht besser aus: In Montréal, Toronto und Ottawa bibberten sogar die kälteerprobten Kanadier angesichts des ungewöhnlich heftigen Temperatursturzes, zu dem Stromausfälle hinzukamen. In den drei Städten waren die Straßen mit schwarzem Eis überzogen: Am Montag hatte es bei ungewöhnlich milden Temperaturen geregnet, bevor der Schlamm während des arktischen Kälteeinbruchs gefror.


Selbst für Polartiere war es am Dienstag zu kalt: Die Eisbärin des Lincoln-Park-Zoos von Chicago wurde in ihre Unterkunft gebracht, weil ihr Fettpolster - anders als bei den Artgenossen in der Wildnis - nicht für die Kälte gewappnet war. In Chicago herrschten am Dienstag minus 14 Grad Celsius, gefühlt waren es minus 28 Grad.
Der Flugverkehr ist weiter stark beeinträchtigt. Insgesamt wurden laut der Webseite flightaware.com 551 Flüge gestrichen, 206 weitere verspäteten sich. Seit vergangenem Donnerstag fielen aufgrund von Schneestürmen und der anschließenden Kältewelle rund 18.000 Flüge aus.
Ein gigantischer arktischer Luftwirbel drückte seit Wochenanfang eiskalte Polarluft bis tief in die Südstaaten der USA. Besonders betroffen war der Mittlere Westen der USA mit gefühlten Temperaturen von minus 50 Grad. Mehr ein ein Dutzend Menschen sind durch die Kältewelle bereits ums Leben gekommen.

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