Es ist in Uruguay ein christliches Fest im anderen Gewand. Die Priester laufen nicht in Schwarz herum sondern Weiß und der Gesang unterscheidet sich deutlich vom Gejammer aus Gesangsbüchern die ich aus Deutschland kenne. Möchte man diese Form von Gottesdienst muss man in die Deutsche Evangelische Kirche in Uruguay gehen. Da bekommt man dann Heimatgefühle. Allerdings sieht es auch da unterm Strich anders aus, weil es in eine andere Kultur gewachsen ist. Schon die heutigen 35° passen schlecht in unser Vorstellungsbild von Weihnachten. Hier erfriert kein Mädchen mit Streichhölzern, hier könnte es sich eher verbrennen. Der neue Papst, der aus Südamerika kommt, setzt neue Zeichen die weltweit verstanden werden. Dieses Gefühl ist auch hier in Uruguay zu spüren.
Persönlich kann ich gut unter Palmen liegen, egal bei welchem Fest. Die Kinder bekommen zu Weihnachten eine Kleinigkeit und dann noch mal Spielzeug an dem Drei Königs Tag, 6. Januar. Das kennen wir von Spanien. Aber das Feuerwerk ist für uns neu. Habe noch nichts über den Ursprung gefunden. Man trifft sich mit der Familie am Strand zum Picknick oder zum Grillen und ruft dann jedem Fröhliche Weihnachten zu. Der Höhepunkt ist dann das Feuerwerk. Raketen so weit das Auge reicht. Dazu fetzige Musik und Ausgelassenheit. Die Kinder immer mit dabei. Niemals würde der Uruguayer seine Kinder parken und ich kenne keinen dem Kinder lästig fallen.
Wir sind mit einem Glas Roten in den Pool gestiegen und haben von dort aus dem Feuerwerk zugeschaut. Echter Hammer. Alf, die drei Jungkatzen, Raschka und Shirkhan fanden wir unter unserem Bett wieder. Sie lagen in Eintracht dicht beieinander und dachten bestimmt sch....Navidad....
Dabei war ihr Abendmenü total zu ihrer Zufriedenheit. Rinderleber mit Schrimps. Konnte nicht so schnell schnibbeln wie die futterten. Das war allerdings noch vor der Knallerei. Wir haben mit unseren Freunden einen Truthahn verputzt. Als Nachspeise gab es Birnen in Rotwein mit Vanilleeis.
War ein schöner Heiligabend auch wenn einige Tiere den Abschluss voll doof fanden.Schon am Nachmittag gab es Ananaskuchen vom Backwunder. Mütterchen stirbt für Ananas. Dann noch den Rotweinkuchen mit Chilli.......schmatz....oder Torte? Auf jeden Fall echt lecker!Erst der ungewohnte Krach am Himmel veränderte die weihnachtliche Stimmung. Die rote Katzen- Familie lies das cool. Schon in der Nacht krabbelten die Unterbett- Katzen in unser Bett und schnurrten uns in den Schlaf und Alf lag bei Floh und pennte ins Vergessen. Zumindest war heute Morgen alles wieder ok.
Weihnachten sollte immer etwas Besonderes bleiben.
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