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Sonntag, 6. Oktober 2013

Hunde, Katzen auf den Grill?

Nun spreche ich ein Thema an, wo ich gerne nur Antworten mit Beweise hätte, die man weiterleiten, verfolgen oder bestätigen  könnte.

Seit Jahren bin ich hinter Infos her und sie verlaufen alle im Sand der Phantasien.

Als unsere ersten Katzen verschwanden, sagte man uns , dass die Menschen aus "Norte" die essen würden. Besonders Hunde werden deswegen gerne gefangen.



Immerhin waren wir neu in Uruguay und hatten die Reise mit 5 Katzen und  2 Hunden gemacht.  Es war uns richtig schlecht bei den Informationen . Wir hatten in kürzester Zeit alle 5 Katzen verloren.

Zuerst haben wir uns mit "Norte" befasst. Menschen die einfacher lebten aber nicht den Eindruck machten das da eine potentielle Gefahr ausging. Keiner grillte gerade eine Katze oder einen Hund.
Beim durchforsten vom Internet kam man dann auch auf solche Links.
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Schweizer-sollen-keine-Hunde-und-Katzen-mehr-essen/story/19945914


Auch nicht schlecht dieser Link...

http://www.blick.ch/news/schweiz/bei-uns-kommt-noch-katze-auf-den-teller-id2207370.html

Allerdings fanden wir nichts über Uruguay....außer den Gerüchten in der Nachbarschaft und Deutschen die nicht müde wurden die Gerüchte weiter zu verbreiten..

Als dann eine Katze mit Vergiftungserscheinungen im Vorhof starb...konnten wir schnell nachweisen, dass die Katze sterben musste auf Grund von Rattengift. Vor der Saison werden die Ferienhäuser für die Saison fertig gemacht.Dazu gehört auch Rattengift in großer Menge....... gegen Comadrejas. Damit es ein schöner Urlaub wird, vernichtet man Beutelratten und sonstige Ratten und Mäuse und was das Gift so erreichen kann. Ein Rundschreiben an die gesamte Nachbarschaft, hat das Thema zum Stoppen gebracht. Nun wollte keiner mehr was sagen das Menschen hier Haustiere grillen.

Ein Mann aus Norte sagte nur: Warum sollte man sich mit Tieren mit Halsbändern belasten wo überall wilde Hunde und Katzen herum laufen. Würde keinen jucken wo die landen.

Haustiere haben in Uruguay einen hohen Stellenwert. Bin immer noch stolz auf die Reaktion meines Aufrufs. Es wurde zum Thema wo man reflektiert hat. Nun werden nicht nur Katzen älter auch die Beutelratten.

Das allerdings wurmt die Nachbarn, Vielleicht kann eine Lebendfalle mit Umtransport in unbewohntes Gebiet eine Alternative sein. Übrigens werden Comadrejas gegessen. Keine gefährdete Art. Geschmack Richtung Nutria.Wird hier auch in Restaurants angeboten.


2 Kommentare:

  1. Das Gerücht hält sich offenbar auch bei den Einheimischen recht hartnäckig. Der Metzger in Piriápolis fragte uns, ob wir die Katzen so gut füttern, um sie dann zu grillen. Es gäbe in Uruguay Leute, die das tun würden...

    Beweise dafür haben wir auch keine gefunden. Und auf den Grills haben wir bisher nur die "üblichen Verdächtigen" von Rind, Kuh, Schwein und aus dem Garten gesehen :-)

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  2. Der erste Hinweis war ja auch von Uy´s. Deshalb nahmen wir das sehr ernst.
    Sehe es heute als beliebtes Gerücht. Dichtung und Wahrheit liegen oft eng beieinander.


    Habe in GUTE FRAGE NET. eine gute Antwort gefunden von jack7.

    Der Verzehr von Hundefleisch kam (bzw. kommt) in eigentlich allen Weltregionen schon mal vor - war, ist und bleibt aber weiterhin die Ausnahme, weil Hunde in der Regel andere Aufgaben für den Menschen übernehmen, als Wach- oder Jagdhunde und somit eine enge Beziehung zum Menschen aufbauen. Darüber hinaus unterliegt das Fleisch von Beutegreifern auf der ganzen Welt einem gewissen Tabu, d.h. Fleischfressende Tiere werden oftmals nicht vom Menschen gegessen (dieses Tabu ist aber nicht besonders strikt, so wie z.B. Inzucht). Dieses Tabu hängt im Übrigen auch mit der Viehzucht zusammen: Fleischfresser brauchen hochwertige Nahrung und ihre Aufzucht ist somit kostenspieliger als die von Pflanzenfressern, deswegen macht es keinen Sinn sie zu fressen - vor allem bei Haustieren wie dem Hund, der wie schon gesagt, ganz andere, sinnvollere Aufgaben übernehmen kann.

    In Südamerika züchteten speziell die Azteken besondere Hunderassen für den Verzehr, z.B. den Xoloitzcuintle, den mexikanischen Nackthund. Auch der Chihuahua, wurde vermutlich als Opfertier gehalten und vermutlich auch verspeist. Für einige Indianerstämme dürfte der Verzehr von Hundefleisch auch heute kein Tabu sein (bzw. hab ich das nebenbei auch in einer Ethnographie über einen Stamm im Amazonasgebiet gelesen)

    Übrigens galt Hund auch um 1900 noch als Delikatesse im Appenzeller-Bünderland, der Schweiz und in einigen sächsischen Städten.

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