Grass im Dritten Reich
Allseits gescholtener Selbstentlarver
Seine Vergangenheit bei der Waffen-SS enthüllte Günter Grass
spät. Für manche zu spät - das Bekenntnis löste heftige Reaktionen aus.
Von Franziska Augstein
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Engagement für SPD
Der Parteisoldat Grass
Nicht zuletzt mit seiner Unterstützung für die
Sozialdemokratie wurde Günter Grass berühmt. Er suchte die Nähe zur
Macht - und sah sich gerne als republikanischen Wanderprediger. Aber
einen Kandidaten wie Willy Brandt fand er zeitlebens nicht mehr.
Von Willi Winkler
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Zum Tod von Günter Grass
Der Weltliterat
Als furioser Erzähler betrat Günter Grass einst die
öffentliche Bühne. Dann passierte etwas, was seine Landsleute erst
langsam begriffen: Er wurde zur Stimme Deutschlands in der
Weltliteratur.
Von Lothar Müller
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Kommentar
Günter Grass' wichtigste Werke
Sechs Romane für die Ewigkeit
Günter Grass ist einer der wichtigsten Vertreter des
"magischen Realismus", mit dem trommelnden Oskar Matzerath oder dem Satz
"Ilsebill salzte nach" bleibt er in Erinnerung. Mit einigen Werken wird
er immer zu den Großen der deutschen Literaturgeschichte zählen.
Von Harald Eggebrecht
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Überblick
Zum Tod von Günter Grass
Der Trommler
Er glaubte an eine "Vielzahl von Wirklichkeiten". Günter
Grass prägte die deutsche Nachkriegsgeschichte literarisch, politisch
und persönlich - dann wurde der Autor der "Blechtrommel" selbst ein
umstrittener Teil von ihr.
Von Irene Helmes
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Nachruf
Arno Schmidt zum 100. Geburtstag
Sprachkünstler und Eremit
Er wurde nie so populär wie Günter Grass oder Heinrich Böll,
aber inzwischen zählt Arno Schmidt zu den Klassikern der Moderne. Für
seine Arbeit zog er sich in ein 200-Seelen-Dorf in Niedersachsen zurück.
An diesem 18. Januar wäre er 100 Jahre alt geworden.
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Autoren gegen Überwachung im Netz
"Kaufkraftzombies des Kapitals"
"Ich habe nichts zu verbergen": Mit diesem Satz begründen viele User ihr Desinteresse am NSA-Skandal. 562
Autoren aus aller Welt, darunter Günter Grass und Umberto Eco, wollen
die Gleichgültigkeit beenden und sie als folgenreichen Irrtum
brandmarken - mit einem internationalen Aufruf zum Protest. Niemand
dürfe sich zum "gläsernen Idioten" machen lassen.
Von Ruth Schneeberger
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Appell für "digitale Rechte"
560 Schriftsteller protestieren gegen Überwachung
Günter Grass, T. C. Boyle, Orhan Pamuk: 560
internationale Autoren wenden sich in einem gemeinsamen Aufruf gegen
die Überwachung der Bürger durch Staaten und Konzerne. Damit bekommt der
Protest gegen die Praktiken von NSA und anderen Geheimdiensten erstmals
auch eine prominente Dimension außerhalb des Internets.
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Literatur-Nobelpreisträger
Grass rechnet mit Lafontaine ab
Exklusiv
In der Geschichte der SPD habe es "keinen schmierigeren
Verrat" gegeben: Günter Grass verurteilt den Rücktritt des früheren
Parteichefs Lafontaine und wirft ihm im Umgang mit den Genossen
Charakterlosigkeit vor. Doch Lafontaine hält dem
Literatur-Nobelpreisträger entgegen: Wer seine eigene Zugehörigkeit zur
Waffen-SS verschweigt, solle sich zu Charakterfragen besser nicht mehr
äußern.
Von Daniel Brössler, Berlin
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Lesung mit Günter Grass und Peer Steinbrück
"Der Grass war ziemlich anstrengend"
Er müsse dann mal weg, scherzt Kanzlerkandidat Peer
Steinbrück, als ihm droht, auf der Bühne von Günter Grass genauso
kritisiert zu werden wie vor Jahrzehnten Willy Brandt. Dann wird die
Lesung des Briefwechsels zwischen Grass und Brandt doch noch zum
freundschaftlichen Abend bei der SPD. Und der umstrittene Schriftsteller
spielt noch einmal Wahlkampfhelfer.
Von Ruth Schneeberger, Berlin
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Günter Grass trifft Übersetzer
Mandarinen und milde Worte
Was ist der Unterschied zwischen Kleckerburg und Sandburg?
Im Kreis seiner Übersetzer präsentiert sich Günter Grass im Gespräch
über seine Gedichte wie nach einem erfolgreichen Kuraufenthalt - und
überrascht mit einem Bekenntnis zur Kritik.
Von Till Briegleb
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Antisemitismus und die Kritik an Israel
Erlaubnis für Hass
Antisemitismus ist manchmal Hass um seiner selbst willen,
doch oft versteckt er sich hinter so genannter Kritik an Israel - welch
Scheinheiligkeit. Allerdings geht auch die israelische Gesellschaft
nicht immer ausreichend achtsam mit dem Hass um, der gegen andere
gerichtet ist.
Ein Gastbeitrag von Avrum Burg
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