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Samstag, 31. Januar 2015

Dieter Nuhrs Appell ans Publikum


Warnung vor Anschlag
Dresden zwischen Angst und Freiheitsdrang
Auch die Pegida-Demonstranten nimmt sich Nuhr am Sonntagabend vor. "Die anderen machen es sich auch einfach. Die gehen auf die Straße und reden von Islamisierung des Abendlandes. Da frage ich mich: Wo leben die denn? … Die wollen das Abendland retten. Ausgerechnet diese Gestalten", sagt Nuhr und schiebt hinterher: "Die wissen doch gar nicht, ob man das groß- oder kleinschreibt."
Nuhr reißt Witze, aber es gibt auch mehrere ernste Momente. So zum Beispiel, als er sich mit einem Appell ans Publikum wendet, für den er viel Beifall erntet: "Machen Sie die Muslime, die bei uns leben, nicht für das verantwortlich, was andere tun", sagte Nuhr: "Wenn man das tut, das ist Rassismus."  


"Das ist der Grund, warum Islamisten beteiligt sind"

20 Muslime protestierten bei Nuhrs Auftritt im Oktober in Osnabrück gegen den Komiker, auf einem Plakat war zu lesen: "Stoppt den Hassprediger!" Die Staatsanwaltschaft Osnabrück stellte die Ermittlungen gegen Nuhr kurz darauf allerdings ein, da keine fremdenfeindliche Gesinnung erkennbar sei und es sich bei seinen Aussagen ganz offensichtlich um Satire handle.
In der "Welt am Sonntag" beklagte sich Nuhr danach über Kabarettkollegen, die den Islam bei ihren Auftritten ausklammern. "Ich habe kein Verständnis dafür, dass die bei uns lange erkämpfte Meinungsfreiheit nicht mehr ernst genommen wird, wenn sich Islamisten dagegenstemmen", sagte er: "Da stehen offenbar Wertekonflikte im Raum. Man will ausländerfreundlich sein, man will aber auch Meinungsfreiheit. Und man will frauenfreundlich sein, aber auch islamfreundlich. Da gibt es dann eben Konflikte zwischen den einzelnen Werten. Und die Kollegen gehen dann gern den Weg, der nicht wehtut. Die ziehen dann halt den Schwanz ein."
In Wuppertal macht sich Nuhr über die katholische Kirche genauso lustig wie über Islamisten, die bei Witzen über den Propheten Mohammed an die Decke gehen: "Da stehen sie alle im Nahen Osten auf und brüllen: ,Tod dem Westen!', verbrennen die Fahnen und enthaupten irgendwen." Selbst Gott, so Nuhr, würde im Himmel sitzen und sich denken: "Mensch, da habe ich aber eine Scheiße gebaut." Mit der Abschiebung in die Hölle komme er gar nicht mehr hinterher.
Als Grund für die Selbstmordanschläge der Terroristen macht Nuhr übrigens das Alkoholverbot im Islam aus. "Das ist der Grund, warum bei fast allen großen Konflikten auf der Welt Islamisten beteiligt sind", sagt der Kabarettist: "Wer trinkt, sagt doch schon mal: ,Ach, komm, spreng du dich in die Luft, ich hab' noch was im Glas.'"

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