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Dienstag, 10. September 2013

Verschollener aus Anden ist mutmaßlicher Kinderschänder


Argentinische Justiz lässt Uruguayer festnehmen




Die wundersame Entdeckung eines vier Monate in den Anden verschollenen Mannes erscheint plötzlich in neuem Licht: Nachdem der 58-jährige Uruguayer am Sonntag völlig ausgehungert und dehydriert vor einer Berghütte entdeckt worden war, wurde er wegen eines laufenden Strafverfahrens jetzt festgenommen. Wie die argentinischen Justizbehörden mitteilten, sei er im April in Chile angeklagt worden, weil er einen Achtjährigen sexuell misshandelt haben soll.

Der mutmaßliche Kinderschänder wurde den Angaben zufolge in einem Krankenhaus in der westlichen Provinz San Juan in Polizeigewahrsam genommen. In der Klinik wird der Verdächtige behandelt, nachdem er sich über Monate hinweg vor der Strafverfolgung in eisigen Gebirgsregionen versteckt hatte. Laut Anklageerhebung hatte er sich zu Fuß auf den Weg nach Argentinien gemacht und war trotz chronischer Herz- und Atemprobleme in die Anden geflüchtet. Chile stellte inzwischen einen Auslieferungsantrag an Argentinien, um den Mann vor Gericht stellen zu können.

Provinzgouverneur José Luis Gioja hatte die Entdeckung des Mannes zuvor als "Wunder" bezeichnet. Er überlebte einem Polizeibericht zufolge mit Hilfe seines eigenen Vorrats an Zucker und Rosinen sowie mit Hilfe von Lebensmitteln, die er in Schutzhütten fand. Eine Suchaktion wurde im Juli wegen heftiger Schneestürme abgebrochen.

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