In Uruguay ist der Notdienst eine sehr wichtige Einrichtung. Man hat Probleme und ruft an.
Fischgräte im Hals oder Oma hat den stieren Blick.
Nix da Hausarzt.
Es gibt viele Firmen, die oft mit den Krankenhäusern zusammen arbeiten. Finde es gut bei einer versichert zu sein. Sapp zum Beispiel kostet 20 Dollar im Monat pro Pappnase. Bis zum Krankenhaus in Montevideo!!!!!!Hat aber auch Minikliniken mit Notdienste.
Wir haben eine andere Erfahrung gemacht. In der Not riefen wir "Emme" an. Egal wie sie heißen, dachten wir damals. Ist wie ein Taxi. Also man fuhr drei Minuten vom Ausgangspunkt zu unserem Haus. Die Betreuung war Top. Die Rechnung satt. 470 Dollar. Eine Spritze eine Befragung. Kein Transport.
Alle Hinterfragung verliefen sich im Sand. Man hätte keine Preislisten. Andere Firmen haben das und eine hat uns gesagt, es wäre wohl der Ausländerzuschlag.
Es gibt hier so was wie Verbraucherschutz. Es war ohne Ergebnis. Alle drucksten rum.
ABERRRRR...."Emme" ist pleite! Hat sich ausgeemmert
Trotzdem.....immer vorher sich erkundigen was es kostet. Wir haben drei Unternehmen gefragt.
Wir Europäer machen den Fehler Notdienste falsch einzuschätzen. Wir kennen es entweder beim Unfall oder sonstigen extremen Situationen. Jeder von uns hat es vielleicht einmal erlebt, aber das ist ein Randproblem.
Nicht in Uruguay! Die Emergencias sind mobile Krankenversorgungen. Die kommen auch bei Schnuppi. Macht wohl keiner, aber...Geben dir dann eine ärztliche Versorgung und Rezepte wie Empfehlungen an wen man sich wann und wo wenden kann. Der Arzt deiner Wahl sieht anders aus! Ich mag eine Ärztin der allgemeinen Medizin. Sie kann man jeden Donnerstag in Parque de Plata treffen. Falls ich aber Mittwoch hohes Fieber habe ruft man die Emergencia.
Noch mal...es gibt keine Hausärzte wie wir es kennen. Dann sollte ich den Maskulin streichen, denn die meisten Ärzte sind Frauen.
Es ist ein Umdenken. Aber es lohnt sich. Egal was passiert die entscheiden ob Poliklinik oder Krankenhaus in Montevideo. Oder eben Wasserdampfbäder mit Tiloblüten. Es gibt Sicherheit. Egal was wann passiert da kommt jemand rund um die Uhr.
Natürlich versucht man zur Poliklinik zu gehen um mit einem Arzt zu sprechen. Das sind kleine Häuser wo man den Namen Klinik neu definieren sollte. Aber diese Stellen sind gut verteilt und man muss nicht extra nach Maldonado oder Montevideo gurken.
Nach meinen letzten beiden Erfahrungen, habe ich mir fest vorgenommen das nächste Mal spätestens an der Anmeldung in Ohnmacht zu fallen. Dann sind die alle schnell bei der Sache. Schwupp kommen sie von allen Seiten und werden aktiv. Aber sonst sitzt man stundenlang herum und wird wie am Fließband abgefertigt. Hat dann nur einen Haufen bunter Zettel zum abarbeiten in der Hand. Gelb, Medikament, blau, nächster Besuch bei einem Fachfuzzi, weiß, Blutuntersuchung...usw.
Also Umdenken lohnt sich.
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